Herbe Pleite für BG Göttingen in Frankfurt auch ohne El-Amin

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Klare Ansage: Göttingens Trainer Johan Roijakkers bespricht mit Dominik Spohr, Malte Schwarz, Mathis Mönninghoff (17) und Ruben Boykin die Taktik. Der nötige Erfolg blieb jedoch aus.

Frankfurt. Bei den Fraport Skyliners kassierte die ohne den verletzten Khalid El-Amin spielende BG Göttingen in Frankfurt die erwartete Auswärtsniederlage. In der Fraport-Arena setzte es ein klares 65:100 (31:51). Damit bleiben die Veilchen auf dem drittletzten Tabellenplatz, weil sie nach wie vor den besseren direkten Vergleich gegenüber dem MBC auf Abstiegsrang 17 haben.

BG-Trainer Johan Roijakkers war einmal mehr für mehrere Überraschungen gut. Als „starting pointguard“ brachte er den erst 18-jährigen Johannes Menzel aus der NBBL-Mannschaft. Zudem begannen mit Kulawick, Spohr und Mönninghoff gleich vier deutsche Spieler neben Harper Kamp.

Außerdem setzte Roijakkers seine Machtdemonstration fort, ließ Terrell Everett und auch Kapitän David Godbold lange auf der Bank schmoren. Godbold kam nach 14:30 Minuten erstmals auf das Parkett, aber ebenso nur kurz (95 Sekunden) wie Everett nach 17 Minuten.

Frankfurt fing mit Aaron Doornekamps fünf Zählern gut an, Kulawick netzte den ersten BG-Dreier ein. Nach drei Minuten machte Danilo Barthel seinen 1000. BBL-Punkt zum 13:3. Kamp traf zum 8:15 per Dreier, doch die Skyliners blieben im „flow“, bauten ihren Vorsprung auch durch Jordan Theodore über 24:12 auf 29:15 nach den ersten zehn Minuten aus. Die BG erlaubte sich elf Ballverluste, fünf waren von Menzel.

Nach ihm setzte Roijakkers zunächst Malte Schwarz und dann Andrew Onwuegbuzie auf der Spielmacher-Position ein – auch eine Ansage für Everett und Godbold. Mitte des zweiten Viertels hatten die Veilchen ihre beste Phase und konnten durch Kulawicks Dreier sogar auf sechs Zähler (26:32) verkürzen. Kamp handelte sich sein drittes Foul ein, meckerte und bekam das vierte obendrauf – das aber in der Pause zurückgenommen wurde – ziemlich ungewöhnlich. In der Endphase der ersten Hälfte zog Frankfurt aber wieder weg, so dass die Göttinger zur Halbzeit wieder 20 Punkte zurücklagen.

Die zweite Hälfte kam dann eher einer Bestrafung gleich. Wie bei der bitteren Heimpleite gegen den MBC klappte das Umschalten von Angriff auf Abwehr („transition defense“) so gut wie gar nicht. Immer wieder kam Frankfurt zu leichten Punkten nach Schnellangriffen. Allein Kamp vermochte seine persönliche Serie zu halten, traf auch im 18. Spiel in Folge zweistellig. Für Menzel war die BBL-Premiere ein hartes Brot: Allein er hatte neun der 25 BG-Ballverluste nach 40 Minuten.

Bemerkenswert: Der zuletzt wenig berücksichtigte Ruben Boykin stand fast 23 Minuten auf dem Feld – sehr viel Zeit für einen Verletzten. Am Ende wurde es zahlenmäßig erneut zu einem Debakel.

Am kommenden Sonntag muss die BG zum nächsten Abstiegs-Endspiel nach Bremerhaven.

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