Basketball-Bundesliga: Göttingen sucht nach Carters Ausfall die Offensiv-Power

Hilfe, BG trifft zu selten!

Am Boden statt auf den Beinen – fast schon sinnbildlich: Göttingens Rückkehrer Harper Kamp (links) liegt gegen Bonns Yorman Polas Bartolo (13) und Josh Mayo (rechts) flach. Ganz rechts BG-Neuzugang Malik Müller. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. O wei, was kommt in diesen Tagen auf die Veilchen zu? Die Situation gibt nach der vierten Niederlage in Folge beim fast deklassierenden 65:91 gegen die physisch total überlegenen Bonner nicht unbedingt zur Hoffnung Anlass. Und nun sind auch noch nach dem freien, kommenden Samstag (das Spiel in Bamberg wurde schon am 6. November ausgetragen) die zuletzt immer besser gewordenen Gießen 46ers am zweiten Weihnachtstag (17.30 Uhr) in der S-Arena zu Gast, ehe die BG am 30. Januar zu dem schon wichtigen Auswärtsspiel zu den Oettinger Rockets nach Erfurt reist. Von entspannter Stimmung kann wohl über die Weihnachtstage kaum die Rede sein.

„Wenn man mit fast 30 Punkten verliert, macht das nie Spaß“, runzelte BG-Spielmacher Michael Stockton nach der Partie die Stirn. „Das war eine gute Lehrstunde für unser Team.“

„Wir verlieren in letzter Zeit zu hoch, daran müssen wir arbeiten“, meinte Neu-Nationalspieler Dominic Lockhart, ehe er sich mit Spieleragent Pat King besprach. Man könne gegen Bonn verlieren, aber das sei diesmal schon ziemlich krass gewesen. Auch dass die Schiris den BGern zumindest phasenweise nicht gerade wohlgesonnen waren, müsse man eben überstehen.

Anders vorgestellt hatte sich seinen Einstand bei den Veilchen auch Neuzugang Malik Müller. „Wir müssen an den Fehlern arbeiten, brauchen einen besseren Rhythmus.“ Auch er müsse sich noch mehr an das Team anpassen. Zumindest die Atmosphäre in der S-Arena hat ihm aber schon gut gefallen: „Das war cool. Super-Fans, Super Stimmung!“

Geschäftsführer Frank Meinertshagen nahm kein Blatt vor den Mund: „Man hatte nie das Gefühl, dass wir gewinnen können. Es fehlte irgendwie auch die Überzeugung.“ Die Situation sei eben auf alle Fälle schlechter als noch vor einigen Wochen.

Punkte nur im 60-er-Bereich

Befremdlich: Seit dem Ausfall von Darius Carter fehlt den Veilchen die „Fire-Power“ in der Offensive – danach gingen alle vier Spiele verloren. Gegen Bonn war auch der zuletzt starke Lockhart allenfalls Durchschnitt, Dreier-Spezialist Evan Smotrycz ist derzeit sein erfolgreicher Wurf abhandengekommen, Leon Williams glänzt auch nicht, und Stephan Haukohl war gegen Bonn erst gut, als die Partie gelaufen war. Und Brion Rush und Stockton mühten sich – vielfach aber auch ohne durchschlagenden Erfolg.

In den vergangenen drei Spielen  blieben die Göttinger nach Punkten immer im 60-er- Bereich: 65 Zähler gegen Bonn, 67 in Tübingen, nur 61 in Ludwigsburg. Und in Bamberg waren es auch nur 61, gegen Berlin 69, in Ulm 65. Zu den meisten Punkten in dieser Saison überhaupt kamen die Veilchen ausgerechnet im Auswärtsspiel beim MBC (89:84). Hilfe, die BG trifft zu selten! (haz/gsd)

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