Basketball-Bundesliga Männer

Hilft Alex Ruoff der BG Göttingen ins Halbfinale?

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Sein bislang letztes Spiel gegen Ulm: Göttingens aktueller Rückkehrer Alex Ruoff (re.) am 28. Januar 2017 gegen Ulms Da’Sean Butler. Die BG verlor dieses Spiel krass mit 63:94 gegen den damals ungeschlagenen Bundesliga-Spitzenreiter.

"Hey, hey, hey, hier kommt Alex“ – diese Textzeile von den Toten Hosen kann der Discjockey der BG Göttingen jetzt wie in früheren Zeiten aus dem Archiv kramen. Zwar ist es bis zum ersten Heimspiel mit Alex Ruoff (gegen Bonn) noch eine Woche hin, doch nun ist sie allemal wieder aktuell. Sein BG-Debüt gibt der Allrounder aller Voraussicht nach bereits am Samstag (20.30 Uhr) im BBL-Pokal-Viertelfinale bei ratiopharm Ulm. So viel steht fest: Schlechter wird die BG durch Ruoffs Rückkehr mit Sicherheit nicht!

Sein Comeback hat aber natürlich auch Folgen. Ruoff ist jetzt der achte Ausländer bei den Veilchen. Eingesetzt werden dürfen aber bekanntlich nur sechs. Mit Zane Waterman (bisher nur ein Einsatz) war bislang stets der siebte Import gefunden, der draußen bleiben musste. Nun muss Trainer Johan Roijakkers aus Kyan Anderson, Terry Allen, Mihajlo Andric, Elias Lasisi, Dylan Osetkowski und Darius Carter einen weiteren Spieler finden, der für Ruoff pausieren muss. Der Konkurrenzkampf ist eröffnet!

Durch seine alles andere als guten Auftritte hat sich dafür zuletzt vor allem Carter „empfohlen“, der sich deutliche Worte sowohl von Roijakkers als auch BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen gefallen lassen musste. Muss Carter jetzt pausieren, der einst so viele Fürsprecher hatte und durch starke Szenen zu gefallen wusste? Vom Trainerstab der Veilchen ist dazu natürlich im Vorfeld der Partie in Ulm nichts zu erfahren. Dass Ruoff zu seinem BG-Comeback kommen wird, dürfte dagegen so gut wie feststehen.

Das Pokal-Spiel ist wegen zwei weiteren Aspekten interessant: Der Sieger erhält wie beim Achtelfinal-Sieg, als die BG in Frankfurt 79:74 dominierte, 50 000 Euro von der Liga. Zumindest ein Teil davon könnte der Ruoff-Finanzierung zugutekommen.

Ein Wiedersehen gibt es zudem mit Derek Willis. Neben Michael Stockton war der 2,06m-Hüne vergangene Saison der Senkrechtstarter bei den Veilchen, ehe er dem finanziell besser dotierten Angebot aus Ulm nachgab. Unter Coach Jaka Lackovic, der den langjährigen Coach Thorsten Leibenath (jetzt Sportdirektor) ablöste, spielt Willis aber „nur“ 17:14 Minuten, kommt auf 7,4 Punkte pro Spiel, greift sich vier Rebounds. Fünf Spieler erzielen im Schnitt mehr Punkte als Willis, allen voran der neue Slowene Zoran Dragic, der mit 18,8 Zähler pro Spiel Nummer zwei in der BBL ist.

Am Mittwoch verloren schwache Ulmer ihr bedeutungsloses EuroCup-Spiel gegen Monaco 63:78, schieden nach der Gruppenphase aus. Zuletzt überraschte das Team aber in der Bundesliga mit einem 104:91 in Oldenburg, einem 97:77 in Gießen und insgesamt vier Siegen in den vergangenen fünf Partien. haz/gsd

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