2. Basketball-Bundesliga: Alter und neuer Center machen die BG Göttingen noch stärker

Hinter Kamp lauert jetzt Majok

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Stark in Heidelberg: BG-Center Harper Kamp steuerte zum Auswärtssieg satte 27 Punkte bei.

Göttingen. Na, das war doch schon mal die erste „Ansage“ vom Spitzenreiter im neuen Jahr! 90:79 beim Tabellendritten Heidelberg, die BG Göttingen hat der 2. Basketball-Bundesliga mit dem fünften Sieg im achten Auswärtsspiel gezeigt: Mit uns ist weiter zu rechnen.

Der Tabellenführer hat die Rückrunde mit dem insgesamt 13. Erfolg gut begonnen. So kann es gern am kommenden Sonntag gegen Chemnitz weitergehen. Die „Mission Wiederaufstieg“ hat prima begonnen.

Extra-Lob vom Trainer

Ein Mann der Veilchen rückte dabei erneut in den Blickpunkt: Harper Kamp. Der Mann aus Florida zeigte in Heidelberg sein bisher wohl stärkstes Spiel für die BG. Nicht nur sein Saisonrekord von 27 Punkten – Kamp überzeugte mit seinem gesamten Auftreten. „Überragend“, meinte Coach Roijakkers nach der Partie. „Kamp ist eigentlich Bundesliga-Spieler. Er ist mental sehr stark, er ist mein ,favorite big man‘.“ Das kommt einer Art Ritterschlag gleich, denn Roijakkers Aussage bedeutet nichts anderes, als dass Kamp der beste Center ist, mit dem der Trainer bislang zusammengearbeitet hat.

Das Paradoxe an Kamps tollem Auftritt ist jetzt, dass er offenbar gute Konkurrenz in den eigenen Reihen erhält. Denn auf der Bank saß in Heidelberg schon Ater „AT“ Majok, der neue Center, dessen Spielberechtigung noch nicht vorlag, weil die abgebenden Verbände (Südkorea, Taiwan) sie noch nicht erteilt haben. „Wir machen jetzt Druck, wenn sie nicht schnell bei uns eintrifft“, meinte BG-Geschäftsführerin Anna Jäger. Also: Kamp hat jetzt erneut vorgelegt – und Neuzugang Majok lauert auf seine Premiere bei den Veilchen. Eine Klasse-Situation für Coach Roijakkers! Die BG kann auf der wichtigen Position unter dem Korb noch weiter zulegen.

Lob gab es für die Göttinger auch vom Roijakkers-Kollegen Tony Garbelotto. „Das ist die beste Mannschaft der Liga“, meinte Heidelbergs englischer Coach über die BG. „Sie hat das cool runtergespielt.“ Damit spielte er auch auf die Phase vor und nach der 30. Minute an. Die Veilchen hatten zum Ende des dritten Viertel eine Zwölf-Punkte-Führung verspielt, Heidelberg wähnte sich, das „Momentum“ zurückgeholt zu haben. Ein Irrtum! Denn wie die Göttinger zwischen der 31. und 35. Minute selbst zurückschlugen, war erste Sahne. Ein 19:0-Lauf – so trumpft ein Spitzenreiter auf.

23 Ballverluste indiskutabel

Der aber auch Schwächen zeigte! Dass eigentlich indiskutable 23 Ballverluste zum Sieg reichten, ist eher überraschend. Weil die BG aber die Rebounds (37:22) und die Assists (24:10) klar für sich entschied, hielt sie die personell gehandicapten Heidelberger clever auf Distanz.

Dass den BG-Spielern der Sinn für die Realität nicht abhanden gekommen ist, zeigte Jeremy Dunbar. „Ich war furchtbar“, meinte der Dreier-Spezialist selbstkritisch. „Auch unsere Abwehr war schlecht. Aber wir haben gewonnen!“ So kann es weitergehen – mit einem starken Kamp und Neuzugang Majok, auf den man gegen Chemnitz schon einmal gespannt sein darf. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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