Basketball-Bundesliga Männer: Göttingen bereits am Freitag bei den Mainfranken

BG hofft auf die Wende

Mit der BG Göttingen in Würzburg gefordert: Harper Kamp (am Ball) in Aktion gegen Gießens Mahir Agva. Archivfoto: zje/nh

Göttingen. Wissen Sie noch, was am 4. November 2017 bei der BG Göttingen los war? Aus dem Kopf möglicherweise nicht. Deshalb zur Aufklärung: An diesem Samstag fuhren die Veilchen ihren zweiten und bisher letzten Heimsieg in der Basketball-Bundesliga ein. 81:74 gegen s.Oliver Würzburg mit Ex-Nationaltrainer Dirk Bauermann und dem aktuelle Nationalmannschafts-Kapitän Robin Benzing. Am (heutigen) Freitag steigt nun das Rückspiel bei den Würzburgern – die nächste harte Nuss für den Tabellendrittletzten aus Südniedersachsen.

Die Mainfranken werden doppelt motiviert sein: erstens wegen der Pleite in der S-Arena und zweitens nach der Niederlage am vergangenen Wochenende bei BG-Abstiegskonkurrent Bremerhaven. Würzburg-Coach Bauermann wird sein Team entsprechend heißmachen.

Fluktuation am Main

Mit dem Team von Anfang November vergangenen Jahres hat der Tabellenzehnte nicht mehr allzu viel gemein – auch am Main hat es einen weitreichenden Umbruch gegeben. D.J. Richardson, Ryan Anderson, Osvaldas Olisevicius und der Ex-BGer Andrej Mangold (nur fünf Einsätze) sind weg. Für dieses Quartett hat Bauermann mit Vaughn Duggins (früher Oldenburg), Owen Klassen (Hagen) und E.J. Singler ein amerikanisches Trio engagiert. Klassen ist bester Rebounder (4,3 Pro Spiel), Duggins und Singler peppen den Kader auf.

Anführer der Würzburger ist nach wie vor Robin Benzing, der beim Hinspiel einmal mehr keinen leichten Stand hatte. Der Kapitän der Nationalmannschaft erzielt im Schnitt 18,8 Punkte, stand immer in der Startaufstellung ebenso wie Maurice Stuckey, der wie auch der deutsche in Bremerhaven erkrankt fehlende Center Kresimir Loncar (11,7) zweistellig scort (11.0). Aktivposten sind weiterhin der Ex-Berliner Cliff Hammonds und Abdul Gaddy sowie der litauische Forward Vytenis Lipkevicius. „Würzburg ist ein sehr gut gecoachtes Team mit sehr guten, erfahrenen deutschen Spielern“, sagt Roijakkers. „Sie sind in der Offensive sehr gut organisiert.“

Nach wie vor hält die BG drei überflüssige Rekorde:

• Nur 41,9 Prozent Trefferquote aus dem Feld. Kein Team trifft schlechter.

• Die BG nimmt die meisten Dreier in der BBL – trifft aber nur 31,1 Prozent. Kein Team ist schlechter.

• Nur 16,2 Prozent Freiwürfe. Kein Team geht weniger an die Linie.

Es gibt also noch einiges Verbesserungspotenzial. Können es die Veilchen in Würzburg abrufen und nach neun Pleiten in Serie für eine Wende sorgen?

Um im Abstiegskampf nichts unversucht zu lassen, sind die BGer bereits am Donnerstag nach Würzburg aufgebrochen. (haz/gsd)

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