Unter den Körben: Kaufunger Firma wirbt jetzt im Mittelkreis

MEG immer mehr weg

Duell der alten Freunde: Göttingens „Maskenmann“ Chris Oliver (r.) schirmt den Ball mit dem gesamten Oberkörper vor Ex-Veilchen Charles Lee ab.

Den aufmerksamen Augen fiel es natürlich gleich auf: Der riesige, rund zwei Meter im Durchmesser große Aufkleber für den Mittelkreis mit dem Firmenlogo des bisherigen Haupt- und Namensponsors MEG war erstmals seit dem vergangenen März verschwunden. Kein Wunder: Für ein Unternehmen, das nach der Insolvenz nicht mehr existiert, muss man keine Werbung mehr machen. Auch auf den Hosen der Veilchen ist das kleine Firmenlogo entfernt worden. „Schon seit dem Spiel in Berlin“, meinte Marc Franz, Geschäftsführer der Trägergesellschaft „starting five GmbH“.

Anstelle des MEG-Aufklebers klebt im Mittelkreis jetzt das Logo des Solartechnik-Unternehmens Stiens aus Kaufungen bei Kassel. Vorerst bis Ende dieser Saison haben die Veilchen den neuen Vertrag vereinbart. MEG immer mehr weg - da steht zu vermuten, dass bald auch eine Namensänderung bevorsteht. Franz wollte sich dazu (noch) nicht detailliert äußern...

Übung macht den Meister. Herbert Elsner ist einer der alten Fahrensmänner bei den Veilchen. Am Anschreibetisch füllt er den Spielbericht aus. Am Samstag saß er auf der gegenüberliegenden Seite. Hatte natürlich einen Grund: Vor sich hatte Elsner einen Spielberichtsblock der FIBA (europäischer Basketball-Verband), der sich von dem der BBL unterscheidet. Zur Übung führte er gegen die Dragons mit dem FIBA-Block Protokoll.

So wie er ist noch nie ein gegnerischer Spieler begrüßt und auch verabschiedet worden! Schon vorm ersten Sprungball schallten Charles Lee Sprechchöre der Veilchen-Fans entgegen. Und auch beim Abgang nach dem Spiel wurde der Ex-Göttinger geradezu enthusiastisch gefeiert. Lee, der wegen des Geldes nach Quakenbrück wechselte, bedankte sich sichtlich gerührt, winkte und klatschte seinen früheren Fans zu.

Einer von den Veilchen-Chefs fehlte gegen die Dragons: Gesellschafter Ulli Frank. Der Ex-Nationalspieler weilte in Frankfurt. Eine Bekannte von ihm feierte ihren Geburtstag und da wollte sich Frank nicht lumpen lassen. Manchmal hat eben auch das Private Vorrang. (gsd)

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