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In den nächsten Spielen: BG Göttingen kann jetzt die Weichen stellen

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Zweitbester deutscher BBL-Scorer: BG-Shooting-Star Till Pape (rechts) gegen Frankfurts Richardson. Links Göttingens Topwerfer Mark Smith.
Zweitbester deutscher BBL-Scorer: BG-Shooting-Star Till Pape (rechts) gegen Frankfurts Richardson. Links Göttingens Topwerfer Mark Smith. © Hubert Jelinek/gsd

Für die BG Göttingen sind die Topspiel-Wochen vorerst vorbei. Nach dem Doppel-Auftritt gegen Alba Berlin und bei den starken Ludwigsburger Riesen folgen jetzt Spiele, in denen die Veilchen die Weichen für eine angenehme sportliche Zukunft stellen können.

Göttingen – Bamberg am Samstag um 20.30 Uhr in der S-Arena, dann Bayreuth, in Braunschweig, in Bayreuth und das erste Spiel im neuen Jahr zuhause gegen den MBC – das klingt nach „machbaren“ Gegnern, birgt aber auch die Gefahr, sie möglicherweise zu unterschätzen.

„Solche Spiele müsste man eigentlich gewinnen“, sagt BG-Trainer Roel Moors vor dem Duell mit seinem Ex-Klub Bamberg, bei dem er nicht glücklich wurde und nach nur einer Saison wieder ging. Nicht erst seitdem hat „Freak City“ Bamberg viel von seinem früheren, auch internationalem Glanz verloren. Aktuell Platz 15 (drei Siege, sechs Niederlagen) ist nicht das, was sich das erfolgsverwöhnte fränkische Publikum vorstellt.

Auch mit Ex-BG-Coach Johan Roijakkers (inzwischen in Saudi-Arabien) wurde man nicht glücklich, jetzt soll es der Israeli Oren Amiel richten. Mit überschaubarem Erfolg: Zuletzt gab es in der BBL ein 90:98 gegen den MBC und im Europe Cup ein bitteres 80:82 gegen Oradea (Rumänien). Von früheren bekannten Namen sind nur noch Chris Sengfelder und Patrick Heckmann übrig geblieben.

So wird die Partie gegen Bamberg auch zum Duell des zweit- und drittbesten deutschen BBL-Scorers. Hinter Braunschweigs David Krämer (18 Zähler/Spiel) liegen BG-Neuzugang Till Pape (13,4) und Bambergs Sengfelder (12,8) auf den Rängen zwei und drei. Sie sind „auffällig unauffällig“ schreibt der BBL-Pressedienst in seiner Vorschau. „Sie zählen nicht zu den athletischsten Akteuren, können aber sowohl mit dem Gesicht als auch mit dem Rücken zum Korb agieren und sind auch von der Dreierlinie gefährlich. Und beide sind keine Highlight-Maschinen.“

Höhepunkte wie beim Liga-Sieg gegen Berlin erhofft man sich bei der BG von den Protagonisten der vergangenen Partien: Das waren hauptsächlich Mark Smith und Harald Frey. Ihre Teamkollegen dürfen sich gern noch mehr einbringen. Allerdings: „Wir hatten einige Probleme“, sagt Moors und meint damit „leichte Verletzungen“ und wohl auch Erkältungen, ohne (zur möglichen Gegner-Aufklärung) nicht näher ins Detail gehen zu wollen. Nur so viel: „Einer fehlt wohl sicher.“

Bamberg, sagt Moors, sei noch auf der Suche nach seiner Identität. Guten Auftritten folgten auch schlechte. Von Ex-Topscorer Wright-Foreman trennte man sich wieder, der Ex-Ulmer Patrick Miller kam und soll nun neue Impulse geben.

Auch Moors sieht jetzt eine wichtige Saisonphase, in der die BG abstecken kann, wo es mittelfristig hingeht.  (haz/gsd)

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