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In Ludwigsburg: Drittes Topduell in Folge für die BG Göttingen

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Von: Helmut Anschütz

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Starke Pokal-Partie: Göttingens Geno Crandall (rechts, gegen Berlins Jaleen Smith) war mit 16 Punkten Topscorer gegen Alba. Der US-Aufbauspieler findet immer besser ins Veilchen-Team herein.
Starke Pokal-Partie: Göttingens Geno Crandall (rechts, gegen Berlins Jaleen Smith) war mit 16 Punkten Topscorer gegen Alba. Der US-Aufbauspieler findet immer besser ins Veilchen-Team herein. © Hubert Jelinek/gsd

Zwei Mal in Folge gegen den Tabellendritten Alba Berlin, jetzt beim Tabellenvierten MHP Riesen Ludwigsburg – für die BG Göttingen geht es im oberen Regal der Basketball-Bundesliga weiter.

Göttingen – Am Samstag (18 Uhr) sind die Veilchen bei den starken Schwaben zu Gast, die zuhause drei ihrer vier Spiele gewonnen haben und insgesamt eine 6:2-Bilanz an Siegen aufweisen.

„Ihre Guards sind ihre größte Stärke“, sagt BG-Coach Roel Moors, auf die Vorzüge der Mannschaft seines Kollegen Josh King angesprochen. Prentiss Hubb (18,8 Punkte pro Spiel), Jhonathan (kein Schreibfehler!) Dunn (14,9) und Isaiah Whitehead (11,9) bestimmen das Ludwigsburger Spiel, in dem Jeff Roberson mit 7,5 Zählern pro Partie auftaucht. Der zahlungskräftigeren Schwaben wegen wechselte die eher unauffällige Arbeitsbiene von der Leine an den Neckar. „Jeff ist ein unglaublicher Teamspieler“, lobt Moors seinen Ex-Spieler, der seine Vorzüge auch abseits der gängigen Statistiken hat. „Ich hätte ihn gern behalten.“

Einer, der neun Spielzeiten bei den Riesen war, ist jetzt nicht mehr da: Ex-BG-Trainer John Patrick (2006 bis 2011) wechselte nach Japan, doch sein Name taucht im Team seines Nachfolgers Josh King (2018 bis ‘21 Co-Trainer unter Patrick) weiter sogar doppelt auf: Seine Söhne Jacob und Johannes Patrick mausern sich immer mehr. Jacob (19) spielt im Schnitt 13:16 Minuten, Johannes (20) jedoch nur 3:32 Minuten. Neben Jonathan Bähre, den BG-Center Ray- shaun Hammonds vom gemeinsamen Sommertraining kennt, und Yorman Polas Bartolo sind die Patricks die einzigen, die bei den Riesen (Pokal-Halbfinalist und Tabellenführer ihrer Champions League-Gruppe) blieben. Wie in Ludwigsburg üblich war der personelle Umbruch einmal mehr groß – dem sportlichen Erfolg stand er offensichtlich nicht im Wege.

Auf dem Parkett gibt’s das Duell zweier Topschützen: Ludwigsburgs Hubb ist Fünfter der BBL-Scorerliste, Göttingens Mark Smith sogar Vierter (19,7 Punkteschnitt). Coach Moors sieht jedoch nicht Smith’ Punkte, sondern auch die Rebounds (7) und Assists (4,1). „Das war auch die Absicht seiner Verpflichtung“, sagt Moors. „Aber vielleicht kann er defensiv noch besser werden.“

Smith hat sich bisher als Glücksgriff erwiesen, doch von den Importen scheinen auch Geno Crandall und Center Rayshaun Hammonds immer besser in Fahrt zu kommen. Fortschritte macht indes auch Javon Bess nach seiner Sprunggelenksverletzung. Moors: „Er macht schon wieder mit, ein Einsatz ist aber noch zu früh.“

Ludwigsburg ist mit fast 92 Punkten das offensivstärkste BBL-Team, die BG (86,3) ist Mittelfeld-Neunter. Ein weiteres Duell gibt’s an der Dreier-Linie: Die Veilchen sind Liga-Beste (11,9), Ludwigsburg ist Zweiter (11,4), hat zudem die wenigsten Ballverluste. So ist eine spannende Partie in der MHP-Arena zu erwarten. (Helmut Anschütz/gsd)

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