Basketball-Bundesliga Männer

Jena bleibt Angstgegner für die BG Göttingen

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Hart attackiert: BG-Spielmacher Michael Stockton (Mitte) wühlt sich gegen Jenas Center Sid-Marlon Theis durch.  

Göttingen. Kann sich die BG Göttingen Spiele gegen Jena eigentlich schenken? Im Prinzip ja.

Denn die Thüringer sind für die Veilchen inzwischen zu einem Angstgegner geworden. Im siebten Duell in der Basketball-Bundesliga gab es beim 81:88 (36:40) vor 3398 Zuschauern die sechste Schlappe. Und es war leider sogar eine verdiente Niederlage! Gegen das Team von Jenas Göttinger Coach Björn Harmsen ist es wie verhext. Nur in der Hinrunde der vergangenen Spielzeit gab es einen Sieg.

„Wir sind zwar immer wieder herangekommen, aber dann auch wieder nicht. Wenn wir nur mit fünf Ausländern spielen, wird es schwierig. Wir haben bisher nur gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte gewonnen, das wird eine schwere Saison“, malte Coach Johan Roijakkers die Lage düster.

Klar: Die BG war gegen Jena nicht richtig schlecht, aber eben auch nicht gut genug. Vor allem gegen Jenas Oldies sahen die Veilchen vor allem im Schlussviertel alt aus. Allen voran Julius Jenkins. Der 37-Jährige taute in den letzten zehn Minuten total auf und erzielte 15 seiner 22 Zähler im Schlussdurchgang. Mehrfach stand er sträflich frei, schmiss den Veilchen vier Dreier rein. Ganz bitter! Derrick Allen (38) markierte 14 Punkte, Immannuel McElroy (ebenfalls 38) nur drei, Dru Joyce (33) immerhin neun plus starke neun Vorlagen.

Für die Göttinger war es ein fast stetes Auf und Ab. 19:14-Führung Ende des ersten Viertels, 28:23 vorn, 30:31 hinten, 36:33 in Front, zum Schluss des zweiten Viertels unter anderem auch nach einem unsportlichen Foul von Penny Williams jedoch 36:40 zurück. Was verdeutlicht: Der Auftritt der BG war zu schwankend.

Gute Aktionen vor allem von Spielmacher Michael Stockton, ohne den wenig ging, wechselten mit eklatanten Ballverlusten besonders in der Offensive und schmerzlichen Flüchtigkeitsfehlern, die Jena sofort bestrafte.

Kaum ins Spiel kamen unerklärlicherweise die „Big Men“ der Veilchen. Carter, Andric, Willis und Kramer agierten nicht konzentriert genug. So kamen die Thüringer auch zu zwölf Offensiv-Rebounds. „Die haben uns gekillt, das tat weh“, gab Roijakkers zu.

„Jenkins konnte sich vorm Werfen noch die Schuhe zubinden...“

BG-Chef Frank Meinertshagen über Jenas Topscorer

„Wir wurden ausgecoacht“, analysierte BG-Chef Frank Meinertshagen. „Wir haben keine Mittel gegen Jenas wechselnde Verteidigung gefunden.“ Jenas Trainer Björn Harmsen: „Ich bin unglaublich glücklich“, meinte er. „Bei dieser tollen Heim-Atmosphäre ist es schwer zu gewinnen. Ein großer Sieg, wichtige Punkte für uns.“

Interessant: Beobachter der Partie war auch Henrik Rödl. Der Bundestrainer schaute sich Göttingens Nationalspieler Dominic Lockhart und Jenas Julius Wolf und Sid-Marlon Theis an. (haz/gsd)

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