Jena-Sieg macht BG Göttingen Mut für Auswärtsspiel beim MBC

Dreier wie aus dem Tunnel: Der BGer Brion Rush zieht gegen Jena-Oldie Julius Jenkins schneidig zum Korb der Thüringer. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Riesen-Erleichterung bei den Veilchen! Der klare 86:60-Sieg gegen Jena wirkte bei Basketball-Bundesligist BG Göttingen wie eine Befreiung. Er stoppte die Misserfolgsserie von fünf Niederlagen hintereinander. Verleiht er dem Team um Trainer Johan Roijakkers nun neues Selbstbewusstsein und neues Selbstvertrauen? Zeigen wird sich das am kommenden Samstag im Spiel beim MBC.

„Unser Team hat große Moral bewiesen“, freute sich BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen. „Nach den fünf Niederlagen wussten wir nicht, wo wir stehen.“ Auch hatte er eine weitere interessante Erklärung für den ersten Sieg: „Wir hatten viele Phasen, in denen einzelne Spieler von uns gute Phasen hatten.“ Meinertshagen meinte damit die Dreier-Serie von Evan Smotrycz und die Rebounds von Jordan Loveridge.

Weniger Fouls verursacht

Die BG-Spieler hatten noch andere Erklärungen. „Wir haben keine unnötigen Fouls gemacht“, meinte Dominic Lockhart. Und spielte damit auf die Niederlage in Ulm an, wo die Schwaben zu 37 Freiwürfen kamen und 34 trafen. Jena kam nur zu zehn Freiwürfen (7 Treffer). Lockhart: „Wir haben die Fouls weggelassen, eine gute Defense gespielt.“

„Das war ein Team-Sieg“, sagte Center Dennis Kramer. „Wir waren 40 Minuten auf dem Gas, haben gut verteidigt, alle haben ihren Teil gemacht. Solche Siege muss man holen“, so der Ex-Oldenburger, der zu seiner persönlichen Situation nichts sagen wollte: „Kein Kommentar.“ Gegen Jena stand er 38 Sekunden auf dem Feld, mehrere Spiele zuvor gar nicht. Coach Roijakkers sieht bei ihm noch Defizite in puncto Härte.

„Man hat gemerkt, dass wir gewinnen wollten“, fasste Nico Simon den ersten Erfolg zusammen. „Wir haben unser Ding gemacht, dieser Sieg war einfach fällig.“

Mehr Effektivität

„Wir haben Jena nicht an die Freiwurf-Linie gehen lassen“, meinte Brion Rush. „Der Sieg ist wichtig für den Kopf.“ Seine erneuten drei Dreier, die nur von Smotrycz (4) übertroffen wurden, erklärt er so: „Ich bin dabei wie in einem Tunnel.“ Er nehme um sich herum fast nichts mehr wahr.

Erklärbar wird der Sieg anhand einer Statistik, auf die viele Trainer intensiver schauen als auf Rebounds, Vorlagen und Dreier: Die beiden Spalten auf dem Scouting-Bogen mit „Effektivität“ und „Plus/Minus“ der Spieler. Bei den Veilchen waren gegen Jena alle Akteure im positiven Bereich. Michael Stockton (+20), Leon Williams (+19) und Stephan Haukohl (+19) stachen heraus. Darius Carter (20 Punkte), der wieder zur Topform der vergangenen Saison aufzulaufen scheint, hat mit plus 23 die höchste Effektivität, die in einer durchaus schwierigen mathematischen Formel aus zehn Komponenten berechnet wird. (haz/gsd)

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