Jenny Crowder: Bei den BG-Ladies mit Nummer 7 von Oma Helga

Schon den Korb im Blick: Göttingens Jennifer Crowder (am Ball mit der Nummer 7) setzt sich gegen Osnabrücks Birte Seyer durch. Gegen die Panther setzte es zwei der nur drei Saison-Pleiten. Foto: zje/gsd

Göttingen. Sie weiß schon, wie Bundesliga geht! Als eine der wenigen Spielerinnen hat Jennifer Crowder, kurz Jenny, schon mal im Basketball-Oberhaus gespielt. Das war in der einen Saison, in der die Tochter von Veilchen Ladies-Geschäftsführer Richard Crowder nicht für die BG 74 Göttingen spielte, sondern für Marburg.

Doch nicht zuletzt wegen der Familie ist Jenny Crowder (20) nun wieder bei den Veilchen Ladies – und greift jetzt mit ihnen nach der 1. Liga! Los geht es am Samstag (20 Uhr) im ersten von höchstens drei Halbfinal-Playoffs gegen die TG Neuss Tigers. Die BG-Ladies hoffen auf mehr als 1000 Zuschauer, bieten in der FKG-Halle weitere Steh-Tribünen und andere Extras an.

„Das ist doch jetzt die Zeit, für die man spielt“, ist auch bei Jenny Crowder, deren 16-jährige Schwester in der WNBL-Mannschaft der BG 74 spielt, die Vorfreude groß auf die Playoffs. „Das steckt jetzt deutlich mehr dahinter als in der Vorrunde.“ Und wie sind die Aussichten? „Wir haben Neuss schon zweimal geschlagen, sind zuversichtlich und auf dem richtigen Weg. Wir haben schon gezeigt, dass wir bereit sind und Lust auf die Playoffs haben.“

Playoffs sind für Richard Crowders ältere Tochter aber nicht wirklich Neues. „Mit der BG hab’ ich schon dreimal gespielt, mit Marburg einmal. Und ein Jahr war ich verletzt.“ Wie auch zu Beginn dieser Saison, als sie sich einen Mittelhandbruch zugezogen hatte. Mit viel Engagement kämpfte sich Jenny Crowder wieder ins Team zurück, gehörte zuletzt neben dem Top-Quartett Alissa Pierce, Verdine Warner, Inesa Visgaudaite und Katarina Flasarova zu den Leistungsträgerinnen.

Wie ist sie zum Basketball gekommen? „Das lag in der Familie“, erzählt die BGerin. „Meine Mama und auch Oma haben Basketball gespielt. Meine Mutter hat mich schon mal als Baby in der Halbzeit gestillt.“ Mit acht Jahren begann Jenny Crowder selbst zu spielen, übernahm dabei die Nummer 7 – mit der hat schon Oma Helga gespielt. Bei den Heimspielen sitzt sie noch immer in der ersten Reihe.

Studium in Marburg

Und wie schafft es, alles unter einen Hut zu bekommen? „Geht schon“, lächelt die BG-Spielmacherin, die in Marburg Jura und Philosophie studiert. „Hausarbeiten schreibe ich schon mal im Zug.“ Nach dem Abitur war sie damals von Göttingen nach Marburg gewechselt. Die Erfahrung bei den Hessinnen sei gut gewesen, doch jetzt ist es auch wieder in Göttingen schön.

Mit Mitspielerin Alissa Pierce teilt sich Jenny Crowder eine Wohnung, in der ein Hund („Baron“) der dritte Mitbewohner ist. Und zum Abschalten vom Basketball gibt es auch noch etwas ganz anderes: „Wir haben ein Klavier, ich spiele gerne mal. Und außerdem male ich auch ab und zu.“ Am Samstag heißt’s aber erstmal: Crowder & Co. sind heiß auf Neuss! (gsd/nh) 2 Fotos: nh

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