FRAUEN-BASKETBALL

Jenny Crowder von der BG 74 Göttingen in der Saison-Top-Fünf

Durchsetzungsstark: Göttingens Jennifer Crowder (am Ball) gegen Halles Laura Schinkel (links) und Charlotte Kreuter.
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Durchsetzungsstark: Göttingens Jennifer Crowder (am Ball) gegen Halles Laura Schinkel (links) und Charlotte Kreuter.

Ausgezeichnet: Dieses Lob traf nicht nur auf das gesamte Team der BG 74 Göttingen in der Damen-Basketball-Bundesliga zu, das einen sehr guten fünften Platz belegte. Ausgezeichnet wurden jetzt nachträglich auch drei Spielerinnen der BG 74 für ihre herausragenden Leistungen in der vergangenen Spielzeit. Das Basketball-Portal „eurobasket.com“ ehrte viele Spielerinnen für ihre Verdienste.

An der Spitze aus Göttinger Sicht dabei Jennifer Crowder (25), die den Titel Spielmacherin des Jahres („Guard of the year“) einheimste. Ebenso wurden die BGerinnen Samantha Roscoe (Australierin mit britischem Pass) und die Kroatin Ivana Blazevic erwähnt.

Jenny Crowder steht als Pointguard im DBBL-Gesamtteam mit Kelly Moten, Leonie Fiebich (beide Wasserburg), Samantha Fuehring (Osnabrück) und Krystal Vaughn (Keltern). Zudem auch noch im deutschen Team mit Alexandra Wilke (Marburg), Fiebich, Laura Hebecker (Wasserburg) und Marie Berthold (Marburg).

Als Forward wurde Samantha Roscoe in die dritte Mannschaft berufen, zudem auch in die Mannschaft der Import-Spielerinnen. Eine ehrenvolle Erwähnung erhielt Ivana Blazevic.

Für Crowder war „die Auszeichnung eine coole Sache. „Damit hatte ich gar nicht gerechnet“, meinte sie. „Wir haben aber auch als Team eine coole Saison gespielt.“ Nachdem nun die Hallensaison beendet ist, wird sie sich sportlich der 3x3-Saison widmen. Hannover ist vor kurzem Bundesstützpunkt geworden, dorthin fährt sie mehrmals in der Woche. Für das 3x3-Nationalteam war sie ebenso unterwegs wie für die Hallen-Nationalmannschaft, zuletzt bei einer beschwerlichen Reise nach Riga.

Neben dem Basketball hat Jenny Crowder noch ein anderes Hobby für sich entdeckt – das Klettern oder neudeutsch: Bouldern. Ihr älterer Halbbruder David hat sie dazu gebracht. „Ich bin eben ein bisschen verrückt!“

Selbstverständlich denkt die BG 74-Spielmacherin, die gegen Halle gerade im Frauen-Basketball ein überaus seltenes „Triple-Double“ mit 15 Punkten, elf Rebounds und elf Vorlagen schaffte und gegen Osnabrück auf 20 Zähler und starke 19 Assists kam, auch an ihre berufliche Zukunft. Nachdem sie vor zwei Jahren ihr Doppel-Studium (Jura und Philosophie) in Marburg beendete und ihr erstes juristisches Staatsexamen in der Tasche hat, ist sie derzeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der juristischen Fakultät in Göttingen tätig – und hat ihre Doktorarbeit begonnen. Thema: „Rechtliche Regulierung von institutionellen Investoren“. Eine schwierige Arbeit aus dem rechtlichen und wirtschaftlichen Bereich, in den man sich sehr genau einlesen müsse, so Crowder.

Für Vater und Baskets-Geschäftsführer Richard Crowder kam die Auszeichnung dagegen weniger überraschend. „Ich hatte es vermutet. Sie hat doch beständig eine gute Saison gespielt. Bei ihrem Job hat sie die Gabe, etwas zu lesen und sofort zu speichern.“

Hat es denn zwischen Geschäftsführer Crowder und Spielerin Crowder schon Gespräche über einen neuen Vertrag für nächste Saison gegeben? Da halten sich beide noch etwas bedeckt. „Aber es deutet sich an, dass sie bleibt“, sagt Vater Crowder. Und die Tochter? „Für mich ist es in Göttingen perfekt. Ich fühle mich wohl.“ Sollte doch eigentlich nichts mehr schief gehen...  (Helmut Anschütz/gsd)

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