Basketball-Bundesliga: BG Göttingen erwartet am Sonntag die Telekom Baskets Bonn

Jetzt ist Herz gefordert

Der von der kurzen Stippvisite in Ludwigsburg zurückgekehrte Harper Kamp (rechts) zählte bisher zu den BG-Leistungsträgern. Hier lässt er Hagens Owen Klassen ins Leere springen. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen.     „You cant’t teach heart!“, hatte die frühere „starting five GmbH“ als ehemalige Trägergesellschaft der Göttinger Bundesliga-Basketballer vor ihrer Insolvenz einst einen Slogan kreiert, der das damalige Team anspornen sollte. Mit Herz zu spielen, kann man nicht lernen, sollte er ausdrücken. Genau darum geht es jetzt auch für die aktuellen Veilchen vor dem Heimspiel am Sonntag (15 Uhr) gegen die Telekom Baskets Bonn in der S-Arena.

„Wir müssen mit Herz, Herz, Herz spielen“, fordert BG-Coach Johan Roijakkers nachdrücklich von seiner Mannschaft, nachdem sie davon seiner Ansicht nach bei der letzten Pleite in Ulm viel vermissen ließ. Herz und auch Leidenschaft, die man nicht trainieren kann, sondern einfach haben muss, fordert der Niederländer von Kapitän Godbold & Co. gegen Bonn ein. Er und seine Teamgefährten müssten zum Beispiel wieder vermehrt den verlorenen Bällen hinterher hechten, um sie sich zu sichern. Generell müsse die Einstellung stimmen – so banal dies auch klingen mag. Bei 2:16-Punkten eine Forderung und mahnende Erinnerung vom Trainer, die nachzuvollziehen ist.

Wieder Aufbaugegner?

Bereits in Ulm haben die Veilchen einer in der Bundesliga zuvor schwächelnden ratiopharm-Mannschaft mit einem relativ leichten Sieg wieder auf die Beine geholfen. Passiert dies nun gegen Bonn erneut? In der Liga musste das Team von Coach Mathias Fischer zuletzt drei Niederlagen einstecken, gegen Frankfurt (59:82) war sie zuhause ähnlich heftig wie die BG-Pleite in Ulm. Durch den Braunschweiger Sieg am Mittwoch über Würzburg (73:52) sind die Baskets aus den Playoff-Rängen gerutscht.

Und zeitgleich konnten sie selbst auch nichts für die Verbesserung ihres Selbstvertrauens tun. Im Eurocup kassierte Bonn beim 80:95 in Bilbao (Spanien) die fünfte Schlappe, wozu auch Bilbaos Ex-BGer Alex Ruoff als zweitbester Scorer seines neuen Teams mit 15 Zählern beitrug. Bonns Chancen auf die zweite Runde sanken trotz der besten Werfer Eugene Lawrence (16) und Rotnei Clarke (11) dadurch weiter.

Starkes Bonner Duo

In der Liga setzen aber andere punktemäßig die Akzente. Zum Beispiel Aaron White (14,4) und der lettische Center Tadas Klimavicius (10,6), die beide auch die besten Rebounder sind. Bester deutscher Spieler bei Bonn ist 2,11-Meter-Riese Dirk Mädrich (früher Braunschweig, Vechta). Zu den Bundesliga-Urgesteinen zählt Jimmy McKinney (zuletzt Tübingen, zuvor Frankfurt).

Mit viel Herz also gegen Bonn: Das ist die Vorgabe von Coach Roijakkers für das Sonntagsspiel. Alle BGer müssen noch mindestens eine Schippe drauflegen – sonst wird es mit dem ersehnten ersten Heimsieg wieder nichts. (haz/gsd)

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