Basketball-Bundesliga: 81:74 gegen Berlin / Kassel-Premiere durch Platz unter Top-4

BG jubelt: Alba gestürzt

Gestern zum „Spieler des Abends“ gewählt: BG-Routinier Michael Meeks (38 Jahre, in weiß) versucht gegen Berlins Blagota Sekulic (r.) einen Korbleger. Ganz links Albas Derrick Byars. Foto: Jelinek

Göttingen. Einfach Wahnsinn, diese BG! Nach dem ersten dreistelligen Sieg in drei Jahren Bundesliga gegen Bremerhaven schickte Göttingens Basketball-Erstligist gestern auch das Topteam Alba Berlin mit einer 81:74 (36:32)-Niederlage nach Hause. 3700 Fans feierten die Veilchen.

Schon nach dem Freitags-Sieg gegen Bremerhaven hatten die Göttinger ihren ersehnten Platz unter den ersten vier Teams sicher und damit auch das erste Heimrecht in den Viertelfinal-Play-offs gebucht. Somit kommt Kassel in den Genuss, das erste Spiel in der Rothenbachhalle zu sehen. Gegenüber Bamberg und Frankfurt hat die BG bei Punktgleichheit jeweils den besseren direkten Vergleich.

Zum Spiel gegen Berlin: Zwar gingen die Veilchen mit 2:0 durch ihren Routinier Michael Meeks in Führung, doch so recht wollte der BG-Express im ersten Viertel nicht ins Laufen kommen. Vielmehr machte die Berliner Defensive den Göttingern die Räume eng, so dass vor allem Spielmacher Taylor Rochestie nicht zu seinen gefürchteten Dreierwürfen oder auch Lay-ups kam. Doch das Team von Trainer john Patrick kämpfte sich wieder heran und hatte die allerdings knappe 16:15-Führung nach zehn Minuten inne.

Schrecksekunde für die BG, als Rochestie bereits nach 14 Minuten sein drittes Foul kassierte. Das konnte die BGer aber nicht davon abhalten, im zweiten Viertel so richtig aufzudrehen. Nun trafen sie auch Dreier, unter anderem Antoine Jordan, Ben Jacobson oder auch John Little und erspielten sich zeitweise einen Vorsprung von zehn Punkten (36:26). Die Gäste konterten jedoch mit zwei Dreiern bis zur Pausensierene und kamen so wieder auf 32:36 heran.

Dramatischer Schluss

Unglaubliche Hektik prägte das dritte Viertel, in dem die schwachen Schiedsrichter gegen Michael Meeks ein Foul pfiffen, das die meisten der 3700 Zuschauer als Offensivfoul des Berliners gesehen hatten. Der Ball fiel in den Korb, ein Zusatzfreiwurf, noch zwei Freiwürfe, die Byars allerdings versemmelte und Einwurf für Alba. Das brachte die BG bis Ende des dritten Viertels, das der BGer Chris Oliver mit einem Dreier beendete, mit 48:53 ins Hintertreffen.

Das letzte Viertel eröffnete Oliver erneut mit einem Dreier. Doch die Berliner blieben in der Defensive enorm aggressiv, Göttingen fand die Lücke nicht, in diese erfolgreich hineinzustoßen. Doch wieder ließen die Veilchen nicht locker, auch ein 56:64-Rückstand konnte sie nicht erschüttern. Und zwei Minuten vor dem Ende führten die BGer wieder mit 68:67. Ganz eng blieb es bis zum Schluss.

Dramatik pur die Endphase: 27 Sekunden vor Schluss führt die BG 75:72. Berlin versucht die Veilchen, mit Fouls zu bremsen - vergeblich. Jacobson und Rochestie versenken nervenstark sechs Freiwürfe zum 81:74. Wahnsinn! (gsd)

Von Walter Gleitze

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