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Kamp und Hammonds werfen BG Göttingen zum Sieg gegen Bamberg

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Von: Helmut Anschütz

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Der Kapitän geht voran: Göttingens Harper Kamp (links) im Duell gegen Bambergs Christian Sengfelder. Beide Spieler waren die Topscorer ihrer Mannschaft mit 26 bzw. 22 Punkten.
Der Kapitän geht voran: Göttingens Harper Kamp (links) im Duell gegen Bambergs Christian Sengfelder. Beide Spieler waren die Topscorer ihrer Mannschaft mit 26 bzw. 22 Punkten. © Hubert Jelinek/gsd

Die BG Göttingen feiert einen ganz wichtigen Heimsieg in der Basketball-Bundesliga. Vor 3001 Zuschauern gibt es nach zwei hohen Niederlagen einen ebenso deutlichen wie verdienten 92:74 (50:41)-Erfolg gegen Brose Bamberg.

Göttingen - Die Veilchen verschaffen sich damit eine gute Ausgangsposition für die nächsten Spiele. Kapitän Harper Kamp (26 Punkte) und Rayshaun Hammonds (23) ragen heraus.

Bei den Veilchen ist Javon Bess erneut nicht dabei, nachdem er in Ludwigsburg sein Comeback feierte. Aber er ist erneut umgeknickt. Dafür ist Nick Boakye im Team - am Nachmittag spielte er noch für den ASC in der Regionalliga.

Stark begonnen und dann stark nachgelassen – so ist das erste Viertel in der S-Arena zu beschreiben. Harper Kamp ist nicht zu halten, bringt die Veilchen 4:0 in Front. Und ist auch danach nicht zu stoppen. Die ersten ELF(!) Punkte erzielt der BG-Kapitän im Alleingang. Den anderen ist das Wurfglück nicht hold – zu viele Fahrkarten.

Deshalb ist die BG auch längst in Rückstand geraten gegen die Bamberger, denen mit Center Miller und Spielmacher Bell zwei Spieler fehlen. Beim 11:17 beträgt der Rückstand schon sechs Zähler. Aber dann ist Rayshaun Hammonds da, kann verkürzen ebenso wie Mathis Mönninghoff und noch mal Hammonds. Trotzdem ist das erste Viertel weg mit 17:22.

Im zweiten beginnt beiderseits ein Dreierfestival. Acht Dreier in Folge, die ersten beiden von Hammonds für die Veilchen. Aber die Franken halten eisern dagegen, treffen ebenfalls von jenseits des Perimeters.

Und wenn’s mit den Dreiern hinhaut, geht die BG auch gleich in Front. Nach einer Viertelstunde liegt sie 37:32 vorn – die Fans feiern. Und Kamp macht daraus das 39:32. Doch bei Bamberg ist vor allem Chris Sengfelder nicht auszuschalten: Drei Dreier bis zur Pause, nicht schlecht. Schafft Göttingens Hammonds aber auch.

Das BG-Spiel lebt in der ersten Halbzeit von den beiden Big Men: Kamp 13 Punkte, Hammonds sogar 17. Bezeichnend aber auch: Die Veilchen bestätigen ihren Ruf als schlechteste Rebounds-Mannschaft der BBL: Das Duell geht in den ersten 20 Minuten 13:19 verloren – die BG gestattet den Franken sogar wieder mal neun Offensiv-Rebounds. 33:19 im zweiten Viertel mit 44 Prozent Dreierquote, das spricht für die Offensivstärke der Göttinger.

Nach der Pause ist endlich auch Mark Smith da: Erster Dreier. Kamp stellt auf 55:44, das sieht gut aus. Aber dann folgen mehrere schwer verständliche Schiedsrichterinnen-Entscheidungen, die Bamberg wieder mehr auf Kurs bringen. Zwar liegt die BG weiter in Führung, aber sie ist zusammengeschmolzen. Nach 27 Minuten heißt es 64:58, nach 30 Minuten nur noch 69:65.

Aber die Veilchen bewiesen diesmal Standhaftigkeit, können im letzten Viertel sogar noch zulegen und die Führung wieder ausbauen. Wie zu Beginn ist dabei besonders Kamp nicht zu stoppen. In den letzten 2:34 Minuten legt der Kapitän erneut noch starke ELF Punkte nach, trifft vom 81:74 bis zum 92:74 im Alleingang. „Unser Team hat Vorteile mich kreiert“, strahlt Kamp hinterher. Trainer Moors: „Das Spiel haben nicht Kamp und Hammonds gewonnen, sondern unsere Team-Defensive in der zweiten Halbzeit.“

BG: Hammonds 23/davon 3 Dreier, Frey 14/3, Crandall 6, Boakye 3/1, Hemschemeier (n.e.), Smith 7/1, Mönninghoff 2, Kamp 26/1, Pape 11/3, Giotis (n.e.), Besselink 3/1.

Bambergs beste Werfer: Sengfelder 22/4, Wohlrath 16/2, Chachashvili 13, Reaves 11/3.  (Helmut Anschütz/gsd)

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