Kann die BG Göttingen die Ludwigsburger "Riesen" stutzen?

Zwei Göttinger Aktivposten in den vergangenen Spielen: Ian Hummer (links) behauptet den Ball vor Bayern Münchens Maximilian Kleber (Mitte). Rechts wartet Harper Kamp auf das Zuspiel des BG-Neuzugangs. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Weiter geht’s mit Kampf um den Klassenerhalt für die BG Göttingen. Nach der erneuten Pause wegen der Pokal-Endrunde folgt das dritte Heimspiel in Serie: Am Samstag (18.30 Uhr) sind nach Bayreuth und Bayern München die MHP Riesen aus Ludwigsburg in der S-Arena zu Gast. Für alle Basketball-Anhänger aus der Region Südniedersachsen ein spezielles Spiel, denn weil die Schwaben mit Trainer John Patrick und vier früheren Veilchen-Spielern durchsetzt sind, gleicht die Partie einem „Ehemaligen-Treffen“ (HNA berichtete).

Sentimentalitäten und Basketball-Romantik zählt aber bekanntlich im mitunter beinharten Profi-Geschäft nichts. Für Rocky Trice, Chris McNaughton, Adam Waleskowski und selbst den einst in Göttingen Kultstatus genießenden Jason Boone war die BG seinerzeit eben auch nur eine Etappe in ihrer Basketball-Laufbahn. Etwas anders sieht es sicher für Coach Patrick aus, dessen Familie nach wie vor in Göttingen lebt.

Ludwigsburg steht derzeit mit beachtlichen 30:14 Punkten auf dem fünften Platz gleich hinter den Top-Teams aus Bamberg, München, Oldenburg und Frankfurt und noch vor Alba Berlin. Mit sieben Siegen und nur vier Niederlagen haben die „Riesen“ nach Bamberg (10-2) und Berlin (9-3) die drittbeste Auswärtsbilanz. Von den vergangenen zehn Partien konnte Patricks Team allerdings auch „nur“ fünf gewinnen.

Göttingens Heimbilanz ist mit vier Erfolgen und sieben Schlappen nicht gerade überzeugend, aber im Rahmen der Möglichkeiten. Gelingt nun ausgerechnet gegen Ludwigsburg mal der so ersehnte Überraschungserfolg, der „nicht eingeplante“ Sieg, der für einen zusätzlichen Schub im Kampf gegen den Abstieg sorgen könnte?

Schwaben mit Luxus-Kader

„Ludwigsburg hat einen Kader, der leicht mit den großen Drei in dieser Saison mithalten kann“, sagt BG-Headcoach Johan Roijakkers. „Acht Ausländer im Team zu haben, ist ein erstaunlicher Luxus.“ So können die Schwaben die Ausfälle von Boone (Muskelverletzung im Bein, 14 Punkte beim 96:70-Sieg gegen die BG im Hinspiel) und Mustafa Shakur (Hand gebrochen, 26 Zähler) auch mühelos kompensieren.

An Klasse haben die „Riesen“ durch die Ausfälle jedoch nicht verloren. Der 116 Kilo wiegende Jon Brockman ist mit 10,4 eingesammelten Abprallern immer noch der beste Rebounder der BBL. 12,5 Punkte pro Spiel runden den Top-Gesamteindruck des bärtigen Hünen ab. Und mit den beiden schnellen Spielmachern Kerron Johnson (Schnitt 14,6 Punkte), den Patrick wieder zurückholte, und Trice (11,0/4,6 Rebounds, 3,9 Assists) haben die Ludwigsburger zwei weitere absolute Aktivposten in ihrem Team – von Akteuren wie Tekele Cotton, Royce O´Neal, Brad Loesing, David McCray und dem Deutsch-Spanier Alvaro Munoz ganz zu schweigen. Dass eine Herkules-Aufgabe gegen die „Riesen“ auf BG-Kapitän David Godbold & Co. zukommt, versteht sich von selbst. (haz/gsd)

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