2. Basketball-Bundesliga: BG-Position wird immer besser

Kapitän Grimaldi gibt den Ton an

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„Göttingen ist ’ne schöne Stadt, wir machen jeden Gegner platt...“: Die „Sieges-Humba“ gegen Essen blieb BG-Kapitän Marco Grimaldi vorbehalten. Der Spielmacher der Veilchen war schon bei der Göttinger Gala in Gießen gut und gegen Essen noch besser.

Göttingen. „Grimaldi, oho, Grimaldi, ohohoho“, tönte es nach dem 94:86-Sieg der BG Göttingen gegen Essen nicht zum ersten Mal von der Fan-Tribüne. Berechtigtes Lob für Marco Grimaldi, den Kapitän der Veilchen, der mit seinem besten Spiel seit Monaten oder sogar Jahren entscheidenden Anteil am zehnten Heimsieg hatte.

Grimaldi (30) gab bei seiner eigenen Gala den Ton an. Selbst bei der Sieges-Humba am Mikro.

Zehn Punkte im zweiten Viertel, alle acht Freiwürfe getroffen, vier Rebounds, insgesamt 20 Zähler, flinker Verteidiger und abgeklärter Regisseur im Angriff – das brachte dem Geschäftsführer eines italienischen Restaurants das dickste Lob von Coach Johan Roijakkers ein: „Das war das beste Spiel, das ich von Marco bisher gesehen habe.“ Der so Gelobte konnte sich indes gar nicht erinnern, wann er zuletzt einmal 20 Punkte erzielt hatte. „In der Regionalliga?“, mutmaßte Grimaldi. In der laufenden Serie stand seine Bestmarke bei jeweils zwölf Punkten in Cuxhaven und Nürnberg sowie gegen Magdeburg, dem Auswärtsgegner am kommenden Freitag (19 Uhr).

Der Sieg gegen Essen offenbarte schlaglichtartig, wie die Veilchen ihre Kontrahenten erledigen. Vier verschiedene Spieler bestimmten je ein Viertel: Majok, Grimaldi, Kamp und Spohr – auf wen soll sich der Gegner da konzentrieren? „Bei uns ist es jedes Mal ein anderer“, sagte Jermain Raffington und meinte damit: Der das Spiel entscheidet. Auch die Nachverpflichtung von Majok macht sich mehr und mehr bezahlt. Der 2,08-m-Hüne startete stark, spielte vor der Pause knapp zehn Minuten, danach aber nur noch zweieinhalb. Weil Harper Kamp noch in der zweiten Hälfte „aus dem Gebüsch“ kam, knapp 18 von 20 Minuten spielte und 22 Punkte warf.

Gute Konstellation

Elf Spiele vor Schluss der 2. Liga bietet inzwischen auch die Tabelle interessante Details. So hat die BG vor dem letzten Playoff-Platz (acht) schon zwölf Punkte Vorsprung. Bei allem Respekt für die Gegner dürfte damit das erste (unausgesprochene) Ziel, unter die ersten acht zu kommen, erreicht sein. Mit Kirchheim, Nürnberg und Gotha haben die Teams auf den Plätzen acht, neun und zehn derzeit 20 Punkte. Und auch das zweite Ziel, mindestens Rang vier zu schaffen, um sich im Playoff-Viertelfinale das erste Heimrecht fürs Viertel- und gegebenenfalls Halbfinale zu sichern, ist bei zehn Zählern Vorsprung auf den derzeitigen Fünften Heidelberg in greifbarer Nähe.

Um sich Platz eins und damit das Finale (das eigentliche Ziel) zu sichern, ist indes Konzentration bis zum letzten Spiel nötig. Da ist Crailsheim jetzt Verfolger Nummer eins – bei den Merlins muss die BG am vorletzten Spieltag antreten. Nicht zu vergessen bleibt natürlich Jena, das zum nächsten Heimspiel nach Göttingen kommt. Die Drei-Punkte-Niederlage vom Hinspiel per Sieg für den Gewinn des direkten Vergleichs aufzuholen, erscheint machbar. (haz/gsd)

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