Keine Angst vorm „Dino“

BG Göttingen am Freitag im Evergreen bei den Gießen 46ers

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Gibt es dieses Duell morgen wieder? Göttingens David Godbold (am Ball) gegen Gießens Myles Hesson. Ob der Topscorer der Hessen spielen kann, ist aber noch offen. Da wird wohl im Vorfeld der Partie bis zur letzten Sekunde gepokert werden.

Göttingen. Zehnmal trafen sie in der Basketball-Bundesliga aufeinander, dann trennten sich ihre Wege: Die BG Göttingen stieg im April 2012 ab, aber nach der vergangenen Serie erwischte es auch die Gießen 46ers.

Der „Erstliga-Dino“ (46 Jahre dabei seit Bundesliga-Gründung 1966) musste nach wiederholten Finanzproblemen raus aus der Eliteklasse. Und diesmal half auch keine Wildcard mehr, mit der die Mittelhessen den Abstieg schon einmal verhindert hatten. Nach dem 88:81 im Hinspiel für die Veilchen in der S-Arena steigt am Freitag (20 Uhr) in der Sporthalle Gießen-Ost das Rückspiel. An Emotionen wird es wohl nicht fehlen.

Hessen bangen um Hesson

Zu hoffen bleibt, dass es nicht wieder Ausschreitungen gibt wie in Karlsruhe (siehe rechts), an denen auch Gießen-Fans beteiligt waren. Aus Göttingen fährt ein Fan-Bus nach Mittelhessen. An Unterstützung mangelt es den Veilchen erneut nicht.

Die Gießener bangen noch um Myles Hesson. Nach nur einer Minute hatte sich der Brite in Karlsruhe eine Schultereckgelenk-Verletzung zugezogen, konnte nicht mehr weiterspielen. Fällt er erneut aus, würde dies eine erhebliche Schwächung des Teams von Trainer und Ex-Nationalspieler Dennis Wucherer bedeuten.

Hesson war bislang der herausragende Spieler der 46ers. 15,9 Punkte pro Spiel, dazu der Top-Rebounder (7,1). Sechsmal war der kleine Brite dabei auch Topscorer, ebenso oft wie Joshiko Saibou. Zweistellig trafen sonst nur noch Saibou (15,0) und Steven Bennett (11,4). Mit neun Stammspielern spielt Wucherer eine eher begrenzte Rotation. Ein bekannter Name ist 110-kg-Hüne Robert Chubb, der Bruder von Adam Chubb (Oldenburg).

Mit fünf Siegen und drei Niederlagen (Kirchheim, Heidelberg, Gotha) in eigener Halle ist die Heimbilanz der Gießener mittelprächtig.

Bei der BG feiert Neuzugang „AT“ Majok sein Auswärts-Debüt. Sein erster Auftritt zuhause war okay, doch es gibt natürlich noch Luft nach oben. „Ich war zufrieden mit ihm“, bekräftigte Coach Roijakkers gestern noch einmal. Der „Lange“ (2,08 m) bringt den Veilchen noch mehr Lufthoheit.

Godbold sehr wertvoll

Immer mehr zu einem Faktor im Göttinger Spiel ist David Godbold geworden, mit dem Coach Roijakkers schon slowakischer Meister wurde. Ein solider Arbeiter, der eher unauffällig, aber dafür meist sehr effektiv spielt. Und Nerven wie Drahtseile zu haben scheint: Als es im letzten Auswärtsmatch in Heidelberg eng wurde, netzte er mal eben einen schwierigen Dreier ein. Ein wichtiger Treffer, der die BG vorn hielt. Auch sein US-Landsmann Jermaine Mallett hat sich zuletzt immer unverzichtbarer gemacht: Mehr spielerisch geprägt, ein sicherer Freiwurf- und Dreierschütze. An seine ehemalige Wirkungsstätte kehrt der zuletzt starke Dominik Spohr zurück, der aus Gießen zur BG kam. BG-Coach Roijakkers lobt Gießen über den grünen Klee: „Ein Endspiel-Team!“ (haz/gsd)

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