Keine Zeit für Feiertage: BG gegen Braunschweig und Bremerhaven

Spiel vier und fünf in dieser Saison in der Lokhalle: Gegen Bremerhaven und Braunschweig tritt Basketball-Bundesligist BG Göttingen am Mittwoch und Samstag wieder im altehrwürdigen Industriedenkmal an, das 3700 Plätze bietet. Foto: nh

Göttingen. Übermorgen, am Donnerstag, beginnen mit Heiligabend die Weihnachtsfeiertage. Das Fest der Liebe, der Familie, der Besinnlichkeit. Mal abschalten, mal durchschnaufen. Nicht so allerdings für die Profisportler.

Ob Basketballer, Handballer oder Eishockey-Spieler – sie haben keine Zeit für die Feiertage. Training, Spiele, Regeneration, nichts mit fetter Weihnachtsgans und Völlerei und auf dem Sofa liegen.

Beispiel BG Göttingen: Vom 23. Dezember bis zum 2. Januar 2016 stehen für die Veilchen vier wichtige Meisterschaftsspiele in der Basketball-Bundesliga auf dem Programm. Vier Partien in elf Tagen, wobei die Veilchen noch Glück haben und drei Begegnungen davon zuhause austragen können. Am Mittwoch kommen die Eisbären aus Bremerhaven in die Lokhalle (18.30 Uhr), am zweiten Weihnachtstag (17 Uhr) dann die Löwen Braunschweig. Die weite Auswärtstour nach Bayreuth (Mittwoch, 30. Dezember, Beginn erst 20.30 Uhr) bleibt dem Team von Trainer Johan Roijakkers nicht erspart. Rückkehr erst am Silvester-Morgen. Und am Samstag, den 2. Januar, kommt schon wieder Gießen in die S-Arena (18.30 Uhr).

Mit, so Roijakkers, wohl nur zwei freien Tagen zwischendurch. Nach dem Oldenburg-Spiel konnten die BG-Profis um Kapitän David Godbold am Samstag mal ein bisschen die Füße hochlegen. Am Sonntag begann bereits wieder die Vorbereitung auf Bremerhaven. Da am 26.12. Braunschweig kommt, wird auch Heiligabend und am ersten Weihnachtstag trainiert. „Keine Ahnung, was ich am 24. mache“, zuckte zum Beispiel Dominik Spohr die Schultern. Für eine Stippvisite bei seinen Eltern in Hagen ist die Zeit wohl zu kurz – und zu stressig. Auch Mathis Mönninghoff bleibt in Göttingen. Wahrscheinlich kommen seine Eltern am 26. Dezember zum Spiel gegen Braunschweig aus Ibbenbüren (bei Osnabrück) nach Südniedersachsen. „Die Bescherung gibt’s dann verspätet“, lächelt der BG-Neuzugang.

Der zweite freie Tag wird dann wohl der kommende Sonntag sein, ehe die Vorbereitung auf das Match in Bayreuth beginnt. Und nach der morgendlichen Rückkehr aus Oberfranken ist Silvester und Neujahr Training und Video-Studium angesetzt für das erste Spiel des neuen Jahres gegen Gießen.

Bitter ist die Zeit über Weihnachten und Neujahr vor allem für die sechs Amerikaner im Veilchen-Team. Ein Kurz-Besuch von Khalid El-Amin & Co. bei ihren Familien in der Heimat ist völlig ausgeschlossen. Die Weihnachtsgrüße gibt’s bei Skype und Internet.

Ähnlich wie bei der BG sieht es auch bei den Bundesliga-Handballern der TSV Hannover-Burgdorf aus. Mittwoch spielen sie in Kassel gegen Melsungen, am Sonntag steigt in der TUI-Arena ihr „Weihnachtsspiel“ gegen Balingen, für das schon über 6000 Tickets verkauft wurden. Und die Grizzlys Wolfsburg, Niedersachsens einziger Klub in der Deutschen Eishockey-Liga, haben bis zum 3. Januar fünf Spiele. Das Schicksal der Profi-Sportler. Wenn andere feiern, müssen sie arbeiten. (haz/gsd)

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