Mithalten konnten die Veilchen in Ulm nur in den ersten sechs Minuten dieser Basketballpartie

Klartext von BG-Trainer Roijakkers: „Unser schlechtestes Spiel“

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Eingekeilt und auf völlig verlorenem Posten: Auch von Göttingens Benas Veikalas Mitte) war in Ulm gegen Butler, Tadda und Hobbs nicht viel zu sehen. Zwischen Taddas Armen Scott Eatherton.

Ulm/Göttingen. Vor dem Spiel schmierten sich beide Trainer gegenseitig geradezu Honig um den (nicht vorhandenen) Bart – hinterher redete vor allem Johan Roijakkers nach dem 65:89 in Ulm Klartext.

„Das war heute unser schlechtestes Spiel der Saison. Es hat mich stark daran erinnert, wie wir letztes Jahr gespielt haben. Unser Auftreten, unsere Körpersprache – das war alles nicht professionell. Jetzt müssen wir klären, ob das heute eine Ausnahme war. Ulm hat unsere Schwächen konsequent ausgenutzt und verdient gewonnen. In Raymar Morgan hat Ulm natürlich auch ein Biest unter dem Korb – er ist unheimlich schwer zu verteidigen.“

Mithalten konnten die Veilchen in Ulm vor wieder ausverkaufter Halle nur in den ersten sechs Minuten. Am Ende war es die zweithöchste Niederlage in der bisherigen Saison nach der 31-Punkte-Klatsche gegen Bayern München im ersten Heimspiel.

Viertelstunde für Grüttner

Ein wichtiger Faktor dabei war, dass Denker und Lenker Alex Ruoff bereits nach 12:45 Minuten sein drittes Foul kassiert hatte. Roijakkers nahm ihn gezwungenermaßen vom Feld, brachte dafür Jungspund Joanic Grüttner-Bacoul, der am Ende 15:28 Minuten Spielzeit eingeheimst hatte – so viel wie nie zuvor in dieser Saison und noch dazu im Spiel beim Tabellenführer. Punkte waren dem sonstigen Regionalliga-Spieler aber ebenso wenig vergönnt wie Danny Borchers, dem der BG-Coach immerhin auch noch 5:31 Minuten einräumte. Ruoff landete am Ende auf für ihn wenigen 18 Minuten. Zudem war es auch nicht der Abend von Benas Veikalas (15:43 Minuten), der Litauer musste lange auf der Ersatzbank schmoren, blieb diesmal hinter den Erwartungen zurück.

Ulms Coach Thorsten Leibenath konnte sich und sein Team zudem rühmen, den Göttingern nur vier kümmerliche Offensiv-Rebounds gestattet zu haben – bislang hielten die BGer hier die BBL-Bestmarke.

Durch die Siege von Frankfurt in Tübingen und Jena in Ludwigsburg rutschte die BG vom zehnten auf den zwölften Platz ab. Und auch Bremerhaven und Würzburg, das Coach Doug Spradley unerwartet feuerte, ist den Veilchen heftig auf den Fersen.

Gegenseitige gute Wünsche

Apropos: Vor dem Spiel überhäuften sich Roijakkers und Leibenath geradezu mit gegenseitigen Respektsbezeugungen und Komplimenten. Im „telekombasketball-TV“ wurden beide nach ihren Wünschen befragt. Roijakkers wünschte sich den Sieg in Ulm und den Klassenerhalt. Leibenaths Antwort: „Ich wünsche mir, dass Johans erster Wunsch nicht in Erfüllung geht – aber der zweite.“ Der Niederländer dankte seinem Kollegen mit einem freundschaftlichen Klaps auf die Schulter. Übrigens: Im übernächsten BG-Heimspiel (28. Januar) treffen die beiden smarten Trainer schon wieder aufeinander. (haz/gsd)

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