Klassenerhalt gesichert: Sanders führt BG Göttingen zur Rettung

15 Punkte für die BG in Tübingen: Jesse Sanders. Foto: zje/gsd

Tübingen. Der Traditions-Standort Göttingen wird auch in der kommenden Saison in der Basketball-Bundesliga vertreten sein. Das steht nach dem 82:73 (43:40)-Sieg der BG-Männer am Samstag bei den Walter Tigers Tübingen nun auch rein rechnerisch fest. Maßgeblichen Anteil am vierten Auswärtserfolg der Veilchen hatte Göttingens Ex-Tübinger Jesse Sanders, der 15 Punkte zum Sieg beisteuerte und dabei im dritten Viertel regelrecht heiß lief und drei Dreier in Folge versenkte.

Insgesamt war es vor allem im dritten Durchgang aus BG-Sicht ein Dreier-Feuerwerk, das die Veilchen in der Paul-Horn-Arena abbrannten. Neben den drei Treffern von Sanders zum 51:49, 54:49 und 57:52 waren auch Adam Waleskowski (zum 48:46) sowie Kapitän Dominik Spohr zum 60:52 und 63:54 erfolgreich.

Veikalas wieder dabei

„Wir wussten, dass Tübingen ersatzgeschwächt und die Trainingswoche sicher nicht einfach war. Doch sie haben alles gegeben und uns einen großen Kampf geliefert. Am Ende geht der Sieg für meine Mannschaft aber in Ordnung“, meinte BG-Coach Roijakkers nach dem zweitlängsten Auswärtstrip der Saison über insgesamt fast 900 Kilometer.

In der ersten Halbzeit gingen die Göttinger, bei denen der Litauer Benas Veikalas nach seiner Oberschenkelverletzung wieder dabei war, zunächst in Front, doch die Schwaben hielten mit den ersten drei Dreiern dagegen. Mit einer 21:17-Führung endete der erste Abschnitt.

Im zweiten übernahmen die Tigers zunächst das Kommando, doch dann waren auch die Veilchen auf den „Dreier-Geschmack“ gekommen und punkteten durch Jesse Sanders, Veikalas und Alex Ruoff dreimal. Doch die Partie blieb eng. Ein unsportliches Foul von BG-Spielmacher Leon Williams hatte keine negativen Folgen für die Südniedersachsen. Tübingens Pointguard Jared Jordan, der den erkrankten Sanders vergangene Saison bei den Schwaben ersetzte, hatte zur Pause schon seine gesamten 13 Zähler markiert.

Tolles Dreier-Feuerwerk

In die zweite Halbzeit starteten die Tübinger mit zwei Dreiern. Verunsicherung bei der BG? Von wegen! Die Veilchen waren nun erst recht „on fire“ mit ihren sechs Dreiern, die ihnen in der Folge einen 68:58-Vorsprung nach 30 Minuten brachten. „Die Dreier von Spohr haben uns besonders wehgetan“, ärgerte sich Tigers-Coach McCoy. „Göttingen hat uns mit einer Trefferquote von 52 Prozent den Zahn gezogen.“ Im Schlussviertel zeigte sich die BG nervenstark, obwohl sie vier Minuten nicht traf und die Tigers auf 65:71 herankamen. Doch am Ende jubelten die 60 BG-Fans über den zehnten Sieg. Und auch Roijakkers war happy: „Ich freue mich sehr über den Sieg in Tübingen. Wir haben jetzt zu einem frühen Zeitpunkt der Saison den Ligaverbleib geschafft. Der Dank gilt meiner Mannschaft und der gesamten Organisation, das war nicht selbstverständlich. Im Vergleich zum Vorjahr haben wir ein geringeres Budget.“ (haz/gsd)

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