Basketball-Bundesliga Frauen

Klaudia Grudzien als Vermittlerin zwischen Team und Trainer

+
Bringt jede Menge Power und Dynamik mit: Rückkehrerin Klaudia Grudzien (am 30. April 2012 am Ball im Spiel gegen Minja Terzic vom Herner TC) wechselt bei den flippo Baskets BG 74 Göttingen vom Spielfeldrand wieder zurück aufs Feld.  

Göttingen. Klaudia Grudzien sieht sich als „Ur-Göttingerin“ und ist nun seit Januar wieder zu ihren Basketball--Wurzeln zu den flippo Baskets BG 74 Göttingen zurückgekehrt.

Die HNA sprach mit ihr.

Wie sind Sie zum Basketball gekommen?

Klaudia Grudzien: Ich habe mit meinen Eltern zusammen, da ich unbedingt Sport treiben wollte, einige Sportarten ausprobiert und eben schon sehr früh festgestellt, dass mir Basketball am besten gefällt.

Warum sind Sie jetzt zu Ihren Wurzeln zurückgekehrt?

Grudzien: Der Hauptgrund war die Auswahl meiner Rehabilitationsmaßnahmen nach meinen beiden Kreuzbandrissen. Nach meinem ersten Kreuzbandriss war ich einfach nicht zufrieden mit der Reha-Maßnahmen in Wolfenbüttel. Ich benötige ein Umfeld, in dem ich mich wohlfühle, dem ich voll und ganz vertrauen kann, und dieses Umfeld hat mir das „Athleticum“ im BG-Basketball-Zentrum geboten.

Wie kam es dann zum Job der Co-Trainerin bei den Veilchen Ladies?

Grudzien: Da ich ab Dezember letzten Jahres wieder in Göttingen war nach den drei Jahren Wolfenbüttel, habe ich logischerweise Kontakt aufgenommen zur BG 74. Ich kannte ja auch noch einige Spielerinnen. Die Geschäftsführung hat mich dann gefragt, ob ich nicht Lust hätte, Trainer Giannis Koukos zu unterstützen als Co-Trainerin. Und wie ich Lust hatte!

Haben Sie sich an der Seite des griechischen Trainers, von dem seine Emotionalität bekannt ist, so ein wenig als Regulativ gefühlt?

Grudzien: Ja, so kann man das sehen. Ich habe mich dann auch als eine Art Vermittlerin zwischen Trainer und Mannschaft gesehen, und ich denke, dass dies auch auf sehr fruchtbaren Boden gefallen ist.

Wie kommt es, dass Sie jetzt wieder als Spielerin einsteigen wollen?

Grudzien: Ich denke, mit 27 Jahren muss man noch nicht ans aktive Aufhören denken. Basketball ist zwar nicht mein Leben, aber ohne Basketball? Nein, nicht vorstellbar. Es macht mir einfach zu viel Spaß und ich denke, dass ich diesem Team als Spielerin noch helfen kann.

Die Mannschaft hat sich ja erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt in der Bundesliga gesichert. Sind Sie mit den Vorbereitungen auf die kommende Saison zufrieden?

Grudzien: Ja, durchaus. Wir haben bereits zehn Spielerinnen im Kader, wollen noch zwei Spielerinnen verpflichten, zumal der Trainer auf einen zwölfköpfigen Kader zurückgreifen will.

Wie wichtig war die Weiterverpflichtung von der US-amerikanischen Centerin Verdine Warner?

Grudzien: Ganz, ganz wichtig. Sie ist meine absolute Lieblingsspielerin. Ich freue mich riesig darauf, mit ihr spielen zu können.

Wie fit sind Sie nach Ihren beiden Kreuzbandrissen?

Grudzien: Ich bin zwar noch in der Reha, habe aber drei Mal die Woche Individualtraining mit unserem Trainer und hoffe, zu Saisonbeginn fit zu sein und ins normale Training einsteigen zu können.

Was rechnen Sie sich für die kommende Saison aus?

Grudzien: Es wird eine erfolgreiche Saison für uns, davon gehe ich aus. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.