2. Basketball-Bundesliga: BG für den Anfang nicht schlecht, aber es gibt noch viel zu tun

BG: Kluge Lehren ziehen!

Gegenseitiger Beifall: Mit Marco Grimaldi an der Spitze (Mitte) applaudieren die BGer ihren Fans, die sie zuvor zum ersten Auswärtsieg in Cuxhaven getrieben haben – ein Geben und Nehmen zwischen Team und Tribüne. Foto: zje

Göttingen. Es war ein Start mit einigen vielversprechenden Ansätzen, aber mehr auch noch nicht. Mit dem erst in der Schlussphase sichergestellten 88:74 bei den Cuxhaven BasCats hat die BG Göttingen, selbsternannter Final-Kandidat der 2. Basketball-Bundesliga, den ersten Auswärtssieg eingefahren und damit an die Auswärtsstärke der vergangenen Saison angeknüpft, als von 15 Partien „on the road“ elf gewonnen wurden und es auch in eigener Halle eine 11:4-Bilanz gab.

„Für uns fängt die Saison erst im nächsten April an“, war die erste Antwort von BG-Coach Johan Roijakkers auf die Bitte zu einem Spielkommentar in Cuxhaven. Nachfrage des Cuxhavener Hallensprechers: „Sie meinen die Playoffs?“ „Ja“, entgegnete der holländische BG-Trainer, „das haben wir ja letzte Saison nicht geschafft.“ Gesundes Selbstbewusstsein eines Titelmitfavoriten oder ein Schuss Überheblichkeit?

Genauere Auskunft über die dezidierten Aufstiegsambitionen wird es tatsächlich erst Mitte April 2014 geben, wenn die Halbfinal-Playoffs laufen. Frühester möglicher Aufstiegstermin wäre der 25. April nach dem gegebenenfalls dritten siegreichen Semifinale. So weit ist es aber natürlich noch lange nicht.

In Cuxhaven deutete sich an, dass im neuen BG-Team 2013/14 eine große Mannschaft schlummern könnte. Stark zeigte sich „Urgestein“ Marco Grimaldi: Mit 36:20 Minuten hatte er die längste Einsatzzeit. Der Spielmacher demonstrierte die größten Anführer-Qualitäten. Nur 14 Sekunden weniger stand Alex Ruoff auf dem Parkett: Keine Punkte im insgesamt schwachen ersten Viertel, je acht im zweiten und dritten (u.a per Einhand-„Dunk“ mit links) sowie vier im letzten machten den „Zweier“ (shooting guard“) zum Topscorer.

Zwei solide „Arbeiter“

Mehr als eine Halbzeit spielten nur noch David Godbold (30:34 min.) und Jermaine Mallett (25:28 min.). Godbold, mit dem Roijakkers 2012 in Prievidza Slowakei-Meister wurde, präsentierte sich als unspektakulärer Arbeiter. Ebenso Mallett, dem aber noch die Fein-Justierung bei Dreiern fehlte.

Zwischen elf und 17 Minuten agierten Bobby Davis, Jeremy Dunbar, Harper Kamp und Jermain Raffington, der zwei wichtige Dreier beisteuerte. „Er hat die Antwort auf dem Spielfeld gegeben“, lobte Roijakkers, der den Center in der „Pre-season“ noch wegen Übergewichts kritisiert hatte.

Schlechte Karten hatte Marc Liyanage, den der Coach kurz nach Beginn schon hart kritisierte und nur 4:07 Minuten einsetzte. Unwesentlich mehr spielte Dominik Spohr.

Insgesamt hat sich der von den BasCats überraschte Favorit BG gerade noch „gefunden“. „Willkommen in der Pro A! Das sollte uns eine Lehre sein, wir dürfen kein Team unterschätzen“, meinte Grimaldi. Auch nicht Paderborn im Heim-Derby am Donnerstag (20 Uhr)! (haz/gsd-nh)

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