BG kocht Baskets ab: Sechster Göttinger Auswärtssieg in Oldenburg

Die drei Oldenburger Chris Kramer, Casper Ware (5) und Adam Chubb (11) sind hier zu viel für Göttingens Alex Ruoff (Mitte). Am Ende lachte aber der BGer über den erneuten Auswärts-Coup der Veilchen. Ganz links BG-Topscorer Raymar Morgan, rechts Oldenburgs Maurice Stuckey. Foto: nh

Oldenburg. Klasse, Jungs! Die BG Göttingen hat ihre Serie der starken Auswärtsauftritte in der Basketball-Bundesliga fortgesetzt. Bei den favorisierten EWE Baskets Oldenburg gelang den Veilchen ein weiteres Achtungszeichen, sie gewannen in der EWE-Arena mit 88:69 – der sechste Auswärtserfolg. „Ich bin sehr beeindruckt von meiner Mannschaft“, meinte Trainer Johan Roijakkers nach diesem Triumph im Niedersachsen-Duell. Noch schöner: Die Göttinger haben nach der 79:91-Heimschlappe gegen die Baskets nun auch den direkten Vergleich für sich entschieden. Zuvor hatte in Oldenburg nur Berlin gesiegt!

Roijakkers begann mit Khalid El-Amin, dem Ex-Oldenburger Dominik Bahiense de Mello, Alex Ruoff, Dominik Spohr und Raymar Morgan. Nach Oldenburgs Führung durch Casper Ware netzte Spohr gleich mal den ersten Dreier ein. Und die Veilchen blieben am Drücker! Dreier von El-Amin zum 12:7, die Göttinger wollten nicht klein beigeben. Julius Jenkins drehte die Führung zwar kurzzeitig zu Oldenburger Gunsten (14:12), doch dann kam Jamal Boykin „aus dem Gebüsch“. Der Künstler unter dem Korb schenkte den Baskets sechs Zähler ein, den letzten per tollem Hakenwurf zum 20:19. „Ein super-starker Aufsteiger“, meinte „Sport1“-Kommentator Markus Götz bei der Live-Übertragung.

Machowski stinksauer

Auch im zweiten Viertel waren die Veilchen heißer, wacher, aufmerksamer, während bei Oldenburg so gut wie nichts zusammenlief. „Uns haben die Mittel gegen Göttingen gefehlt, obwohl wir uns die ganze Woche auf die BG vorbereitet hatten“, war Baskets-Coach Sebastian Machowski stinksauer. Die BG hatte alles im Griff, kontrollierte die Partie. Harper Kamp knüpfte mit seiner Leistung und auch den Punkten an beste frühere Zeiten an. Nach 20 Minuten lag die BG mit 40:34 vorn – das ließ für die zweite Hälfte hoffen!

„All-Star“ Raymar Morgan sorgte im dritten Durchgang erneut für eine Zehn-Punkte-Führung, Anlass für Machowski, die nächste Auszeit zu nehmen. Und die Baskets kamen nun tatsächlich etwas besser ins Spiel, verkürzten durch Jenkins auf 54:56. Würden die BGer nun wie im Hinspiel am 30. Dezember wieder die Nerven verlieren? Nein!

Angeführt vom umsichtigen Regisseur El-Amin behielten sie die Kontrolle vor allem über die Rebounds, so wie es Roijakkers’ Plan war. Am Ende hatten die Göttinger das Rebound-Duell (31:27) ebenso gewonnen wie weitaus weniger Ballverluste als die Baskets (13:24). Als Alex Ruoff Morgan zu einem Dunk verhelfen wollte (was misslang), redete Roijakkers seinem Team ins Gewissen: „Jungs, es ist noch keine Show-Time! Im Bus können wir darüber lachen.“ Am Ende dominierte die BG eindeutig, kochte Oldenburg fast ab. Roijakkers: „Ich wusste, wir haben nur mit einer Zonen-Defense eine Chance. Kompliment an mein Team, wir haben mit viel Energie gespielt.“ Und Göttingens Ex-Oldenburger de Mello: „Grandios, wir haben sensationell gut gespielt.“ (haz/gsd)

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