Basketball-Bundesliga: Malte Herwig unterschreibt für drei Jahre bei der BG Göttingen

„Kölsche Jong“ bleibt Veilchen

Den gegnerischen Korb immer im Auge: Derzeit konzentriert sich das BG-Talent Malte Herwig ausschließlich auf den Basketball-Sport. Foto: Jelinek

Göttingen. Seit seinem dritten Lebensjahr wohnt er in Kassel, dennoch sagt Malte Herwig über sich: „Ich bin ‘ne Kölsche Jong.“ In Köln geboren, dort lediglich knapp drei Jahre gelebt, zieht es den am 7. Januar geborenen Herwig immer wieder zurück in die Karnevals-Metropole.

„Da habe ich auch noch viele Freunde und Verwandte“, nennt er einen weiteren Grund für seine Affinität zu Köln. Und ab und an kocht ihm seine Mutter das typische Kölner Gericht: „Himmel und Erd mit Blutwurst“, das sind gekochte Äpfel mit Kartoffeln und angebratener Blutwurst, dazu gibt’s ein Kölsch.

Gerade hat er sein Abitur gebaut, nun will er sich ganz auf die Basketball-Bundesliga konzentrieren. Nach Louis Dale und Marco Grimaldi ist Herwig der dritte Spieler, der bei der BG Göttingen einen Vertrag für die neue Saison unterzeichnete. Und das gleich für drei Jahre, mit der Option auf ein weiteres Jahr. Schon in der vergangenen Saison gehörte der 2,02 Meter-Mann zum Kader der Veilchen, wurde aber lediglich in den beiden Play-off-Spielen in Frankfurt für wenige Minuten von seinem damaligen Trainer John Patrick eingesetzt.

Für den ACT Kassel gespielt

Über einen Mitschüler fand Herwig als Fünftklässler den Weg zum Basketball im Verein. Ende 2002 schloss er sich dem Regionalligisten ACT Kassel an, spielte dort bis vor einem Jahr aber schon mit einer Doppellizenz und konnte deswegen auch in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) für den ASC 46 Göttingen auflaufen. Diese Doppellizenz gilt auch für die kommende Saison, also für den ASC 46 in der NBBL und für die BG in der Bundesliga.

Dass der ASC kürzlich als Gesellschafter bei der „starting five GmbH“ (s 5), dem Lizenzträger der Veilchen, eingestiegen ist, findet er sehr gut. „Der ASC ist mein Stammverein, und er ist auch finanziell nicht schlecht aufgestellt“, verspricht sich Herwig positive Signale von dieser Entscheidung.

Für die BG spielen zu dürfen, sei ein großes Privileg. „Ich hoffe, dass ich eine Chance bekomme. Dafür werde ich mir den Hintern aufreißen.“ Auf der Centerposition fühlt er sich genau so wohl wie auf der Außenposition. „Ich ziehe gern in die Zone, kämpfe um jeden Ball und tue derzeit sehr viel für meine Athletik.“ Zudem hofft er auf eine Berufung in die deutsche U 20-Auswahl.

Gespannt auf Cup

Von seinen beiden Trainern Stefan Mienack und Michael Meeks ist er begeistert. „Stefan lebt Basketball rund um die Uhr. Ich traue ihm zu, sich in der Bundesliga als Trainer zu etablieren“, sagt er. Zudem vertraut er darauf, dass das Trainer-Duo bis zum Saisonbeginn ein konkurrenzfähiges Team auf die Beine stellen wird. Freuen würde er sich, wenn Jason Boone und John Little gehalten werden können und Ben Jacobson zu den Veilchen zurückkehrt. (gsd)

Von Walter Gleitze

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