Basketball-Bundesliga: Göttingen unterliegt Dragons Quakenbrück klar mit 49:65

Korb-Allergie legt BG flach

Dynamische Aktion von BG-Maskenmann Max Weber (r.): Da haut’ s Artlands Guido Grünheid aus den Socken, so dass er nach hinten umkippt. Weber ackerte, blieb aber wieder glück- und punktlos.

Göttingen. Sie haben wieder geackert, gerackert, gemacht und getan - doch es hat wieder nicht gereicht für die BG Göttingen. Auch gegen die Artland Dragons Quakenbrück hagelte es eine Niederlage, es war die siebte in der Basketball-Bundesliga in Serie, die zur Folge hat, dass die Veilchen nun alleiniger Letzter sind, nachdem Tübingen seinen zweiten Sieg einfuhr. Es wird vor dem morgigen schweren EuroChallenge-Spiel bei Besiktas Istanbul immer kritischer für die Göttinger. Sportdirektor Jan Schiecke: „Angst und bange ist mir schon die ganze Zeit.“

Aller Einsatz, alle Intensität, die die Gastgeber den Drachen entgegensetzten, zeitigte keinen Erfolg. weil die Südniedersachsen diesmal zwar eine ordentliche Abwehrleistung zeigten und die Gäste bei 65 Punkten hielten. „Das war eine hervorragende Defensivleistung. Wir haben mit Herz gespielt, der Einsatz stimmte“, durfte Trainer Stefan Mienack zu Recht festhalten. „Dass wir selbst nur 49 Punkte gemacht haben, war nicht geplant.“

Nur 26 Prozent Trefferquote

Erneut zeigte die BG geradezu eine „Korb-Allergie“. 49 Zähler sind nicht erstligareif, soviel Punkte machten die Veilchen zu besseren Zeiten in einer Halbzeit. Knapp 26 Prozent Trefferquote, die sich aus Zweiern (27%) und Dreiern (20%) zusammensetzt, sind schlicht katastrophal. „Die BG hat extrem schlecht geworfen“, kommentierte Dragons-Coach Stefan Koch. „Göttingen macht schwere Zeiten durch.“ Koch spielte damit auch auf das letzte Viertel an, als die BG lächerliche vier Zähler (davon zwei Freiwürfe von Dale) zusammenstocherte. Sechs Minuten ohne Korb, zuvor im dritten Viertel schon die ersten vier Minuten. Das allein mit Wurfpech zu erklären, wenn der Ball wieder aus dem Korb rausrollt, reicht nicht aus. Es fehlen eben 100 Prozent Konzentration.

Einer der wenigen guten Aspekte war zumindest das Debüt von Sean Evans (23) mit sechs Punkten. Der bullige 2,03 m-Hüne zeigte in seinen 15:10 Minuten Einsatzzeit die selbstbewusste Körpersprache, die fast allen BGern fehlt. Er stellte seine 117 Kilo imposant zur Schau. „Nach eineinhalb Trainingseinheiten bin ich mit seinem Debüt zufrieden“, sagte Mienack. Dies traf auch auf Raymond Sykes und Kwadzo Ahelegbe zu.

Dafür zeigte die Tendenz bei anderen Akteuren schon wieder nach unten. Nach zuletzt positiven Ansätzen präsentierten sich Louis Dale und Roberto Mafra dünn. Philip Noch spielte nur 3:10 Minuten, das sagt alles. Max Weber blieb erneut glücklos, Auch Paris Horne war schon stärker.

Und noch dies: Auch die BG konnte Artlands „Zauber-Zwerg“ David Holston nicht ausschalten. Der 1,67m-Mini warf 24 Punkte. Halb so viel wie die BG insgesamt. (gsd)

Von Helmut Anschütz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.