Basketball-Bundesliga

Krasse Watsch’n vom FC Bayern für BG, aber  Göttingen im Viertelfinale

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Zwei Center unter sich: Bayerns Leon Radosevic (links) ist der Ball aber ebenso entwischt wie Göttingens Holland-Import Jito Kok, der gegen die Münchener auf fünf Punkte kam.

Update, Freitag, 22.30 Uhr. Der Einzug der BG Göttingen ins Viertelfinale des Finalturniers in München hing am Freitagabend am seidenen Faden. Crailsheim zeigte gegen Oldenburg eine tolle Partie, stand kurz vorm Sieg. Oldenburgs Karsten Tadda sicherte den EWE Baskets kurz vor Schluss den Sieg zum 85:83. Durch die Niederlage der Merlins zogen die Göttinger mit viel Dusel ins Viertelfinale ein, das am Donnerstag und Samstag in zwei Partien gegen den Ersten der Gruppe B ausgespielt wird. Zuvor hatte es im dritten Spiel des Basketball-Finalturniers in München für die BG Göttingen die zweite Niederlage gegeben. Der FC Bayern war für die Veilchen zu stark, sodass es eine herbe 55:90 (31:47)-Rutsche setzte.

Die Mannschaft von Coach Johan Roijakkers schlug sich im Rahmen ihrer begrenzten Möglichkeiten so wacker wie möglich. Dennoch war’s eine bayrische „Watsch’n“ für die Veilchen, die im Februar noch 90:81 gegen München siegten!

Besonderer Gast im Audi-Dome war Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, der das Turnier letztlich genehmigt hatte: „Ich freue mich, dass gespielt wird, wollte mich über die Hygiene-Maßnahmen informieren.“ Bitter für die BG: Alex Ruoff wärmte sich mit auf, doch wegen seiner Rückenprobleme setzte ihn Roijakkers nicht ein.

Der erstmals anwesende BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen und der neue Sponsoren-Akquisiteur Horst Wolf sahen erstmal einen Fehlstart, als die Göttinger mit 3:12 in Rückstand gerieten. Nur Sekunden später aber die Wende: Hundt, Lockhart, Omuvwie und Andric (per Dreier) sorgten für einen 10:0-Lauf und die 13:12-Führung.

Doch die Bayern konterten in ihrem Auswärtsspiel(!) ebenfalls per 10:0-Serie inklusive eines unsportlichen Fouls gegen den BGer Lockhart. Bayern nutzte seine großen körperlichen Vorteile, führte nach zehn Minuten 23:18. Da sah es noch annehmbar aus für die Göttinger, die zu viele Risiko-Pässe hatten und zunächst nur wegen ihrer guten Moral den Rückstand in erträglichen Grenzen hielten. Nach dem 30:35 durch Lockharts Dreier legten die Bayern erneut eine 10:1-Serie auf und zogen bis zur Halbzeit auf 47:31 weg.

„Wir müssen mehr Würfe kriegen, mit mehr Mut spielen und gut aus der Kabine kommen“, meinte Mathis Mönninghoff in der Pause bei MagentaSport. „Unser Team spielt mit großem Herz“, hielt Frank Meinertshagen fest.

Doch alles Lob für die Veilchen war letztlich vergebens. In der zweiten Halbzeit spielte nur eine Mannschaft – und das war unter den Augen von FCB-Ehrenpräsident Uli Hoeneß der FC Bayern, nachdem Minister Herrmann schon nach dem ersten Viertel wegen weiterer Termine gegangen war.

Roijakkers verzog wiederholt sein Gesicht – so wie er es oft macht, wenn er mit dem Spielverlauf nicht zufrieden ist. Der BG-Coach gab seinem „zweiten Anzug“ mit Bayern-Leihgabe Ersek, Omuvwie und den Holland-Imports Williams und Kok viel Spielzeit. Alex Ruoff fehlte wie gegen Oldenburg an allen Ecken und Enden. Mit nur 55 Punkten stellte die BG sogar noch einen Saison-Minusrekord auf.

„Bayern hat viel physischer gespielt als wir“, war BG-Spielmacher Bennet Hundt enttäuscht. „Am Sonntag gegen Ulm wollen wir eine bessere Leistung abliefern.“

„Das war ein schwieriger Tag für uns“, resümierte BG-Coach Roijakkers. „Bayern spielte von Anfang an mit viel Intensität.“ Marvin Omuvwie: „In der Offensive taten wir uns schwer, haben den Ball zu oft weggeschmissen.“

Gegen Ulm steht für die BG am Sonntag (15 Uhr) das letzte Vorrundenspiel an. Da gibt’s ein Wiedersehen mit den Ex-BG-Centern Dylan Osetkowski und Derek Willis.  gsd

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