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Kriegt die BG Göttingen wieder die Kurve?

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Kampf unterm Korb: BG-Center Philipp Hartwich (am Ball) gegen Heidelbergs Jordan Geist (links) und Brekkott Chapman (rechts).
Kampf unterm Korb: BG-Center Philipp Hartwich (am Ball) gegen Heidelbergs Jordan Geist (links) und Brekkott Chapman (rechts). © Hubert Jelinek/gsd

Wie hat die BG Göttingen die herbe 70:82-Pleite vom vergangenen Mittwoch gegen Heidelberg verkraftet? Wie geht sie mit den letzten beiden Niederlagen um? Kriegen die Veilchen wieder die Kurve?

Göttingen – Fragen über Fragen bei der BG vor dem nächsten Bundesliga-Heimspiel am Sonntag (15 Uhr, MagentaSport) gegen s.Oliver Würzburg.

Die Pleite gegen Heidelberg war für alle bei der BG ernüchternd. „Wir haben sehr soft gespielt, das war Kindergarten-Basketball“, nahm Kapitän Akeem Vargas im Interview bei MagentaSport kein Blatt vor den Mund. „Von Anfang an ist es schlecht gelaufen. Ich bin von mir und meinem Team enttäuscht. Wir haben es nicht geschafft, der Aggressivität von Heidelberg entgegenzutreten“, so Vargas weiter, der die Partie vorher als „Must win“ eingestuft hatte.

Daraus ist nun nichts geworden – was die Göttinger nun gegen Würzburg, wo die BG das Hinspiel 86:79 gewann, unter Zugzwang setzt, will man nicht schon jetzt beizeiten die Chancen auf die Playoff-Qualifikation, die von allen Verantwortlichen betont wird, einbüßen.

Nötig ist dazu eine generelle Leistungssteigerung. Denn nach dem klaren 90:69-Sieg gegen Chemnitz zeigte die Formkurve der Veilchen in Frankfurt (knapper 73:65-Sieg) und gegen Bayreuth (sehr glücklicher 92:91-Overtime-Erfolg) sowie in Oldenburg (absolut vermeidbare 85:86-Niederlage) nach unten.

Körpersprache, Rhythmus, Trefferquote – diese Kritikpunkte führte Coach Moors nach dem Heidelberg-Spiel an. Und noch etwas: „Der Unterschied war, dass der Gegner bereit war, den Ball unter den Korb zu bringen und dort auch zu punkten. Das ist eine Qualität, die wir schon das ganze Jahr nicht haben, und ohne Harper Kamp ist es noch schwerer für uns, den Ball nach innen zu bringen.“ Kamp sei ein nicht zu unterschätzender Faktor, aber allerdings auch nicht alles. Neben Kamp fällt aktuell auch Mathis Mönninghoff aus, der sich gegen Heidelberg einen Bänderriss zuzog. - drei Wochen Pause! „Wir müssen an unserem Selbstbewusstsein arbeiten. Unsere 14 Siege sind ja auch nicht aus der Luft gefallen“, sagt Moors. „Wir dürfen aber auch nicht alles infrage stellen. Der Hauptfokus muss unser eigenes Niveau bleiben. Es scheint so, als haben wir einen Rucksack mit zehn Kilo auf dem Rücken.“

. Würzburg (zehn Pleiten in elf Auswärtsspielen) kommt mit verändertem Kader: Abdul-Malik Abu und Charles Callison, der den verletzten Luciano Parodi ersetzt, sind neu. Weitere Eckpfeiler sind Cameron Hunt und Desi Rodriguez sowie der Deutsch-Australier Craig Moller. Kennen werden BG-Fans auch Ex-Veilchen Will Buford. Würzburg, dessen Trainer Sasa Filipovski gegen die BG seinen Einstand feierte, trifft die meisten Zweier der BBL, nimmt aber die wenigsten Dreier – das genaue Gegenteil der BG. (haz/gsd)

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