2. Basketball-Bundesliga: Leistungssteigerung nach der Pause beim 88:74 in Cuxhaven

BG kriegt noch die Kurve

Erst nach der Pause besser: Der neue BG-Shooting Guard d Alex Ruoff (rechts) zieht an Cuxhavens Bill Borekambi (15) und Idan Rejwan vorbei. Ganz links Jermain Raffington. Foto: Spreckelsen/bf

Cuxhaven. Gerade noch einmal gut gegangen – das war der Tenor bei der BG Göttingen nach dem schwierigen Auftaktmatch in der 2. Basketball-Bundesliga bei den frechen BasCats Cuxhaven. Was war das für ein hartes Stück Arbeit für die Veilchen, ehe der am Ende doch noch deutliche 88:74 (36:40)-Erfolg an der Nordseeküste feststand. „Wir haben Cuxhaven völlig unterschätzt“, räumte Kapitän Marco Grimaldi hinterher freimütig ein.

Tatsächlich war es anders auch kaum zu erklären, wie schwach die Veilchen in die Partie starteten. Im ersten Viertel hatten sie große Probleme, ins Spiel zu kommen und Zugriff auf die kecken „Katzen“ zu bekommen, die mit einem völlig neuformierten Team antraten. Mehrfach tigerte Trainer Johan Roijakkers laut und nicht druckreif fluchend die Seitenlinie hoch und runter, auch weil er nach 2:43 Minuten schon eine Technisches Foul kassiert hatte.

Große Abwehrlücken

Nach 5:18 Minuten nahm er schon die erste Auszeit, als die BG 6:16 zurücklag. Das Zusammenspiel wollte bei den Veilchen ebenso wenig klappen wie die Defensive, durch die BasCats ein halbes Dutzend mal hindurchglitten wie ein warmes Messer durch die Butter. Zwar kamen die Göttinger kurzzeitig auf 13:16 heran, doch die Cuxhavener diktierten die Partie eindeutig weiter. „Uns fehlte die Intensität“, kritisierte Roijakkers.

Nach 13 Minuten die zweite BG-Auszeit, weil es ernüchternd 17:33 stand. Erst David Godbolds Dreier, Center Harper Kamp und Dominik Spohr brachten die BGer bis zur Pause noch auf 36:40 heran. Noch alles drin also!

Und tatsächlich besannen sich die Veilchen nach Wiederbeginn ihrer in den Tests gezeigten Stärken. Endlich, endlich agierte die Defense aggressiver, erarbeitete sich im dritten Viertel allein neun „Stops“. In der 25. Minute gelang Godbold mit dem 46:44 die erste Gästeführung überhaupt, doch sie blieb wacklig. Nach 30 Minuten hatten die BasCats, angetrieben von ihrem Spielmacher Charles Strowbridge und dem Ex-Göttinger Maxi Kuhle, nach 45:51-Rückstand wieder zum 57:57 ausgeglichen.

Veilchen nervenstärker

Und es blieb weiter spannend! Die BG 67:59 vorne, aber Kuhle verkürzte erneut auf 67:68. Doch die Veilchen zeigten sich nun nerven- und reboundstärker (40:28). Ordentliche Freiwurf- und Dreier-Quoten trugen letzlich zum ersten Auswärtssieg bei. Beim 77:67 dreieinhalb Minuten vor Schluss war er eingetütet.

„Ich habe einige Spieler neu kennengelernt“, meinte Roijakkers. Will heißen: Ihre Stärken und Schwächen im Wettkampf gesehen. Jetzt fiebern bei der BG alle dem Derby gegen Paderborn am Donnerstag entgegen. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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