Basketball-Bundesliga: BG Göttingen verliert 92:94 in der Verlängerung

Krimi in Ludwigsburg

Den Korb im Visier: Göttingens Spielmacher Taylor Rochestie trug mit xx Punkten zum Sieg in Ludwigsburg bei. Foto: Jelinek

ludwigsburg. Das Nachholspiel in der Basketball-Bundesliga zwischen EnBW Ludwigsburg und der BG Göttingen stellte jeden Krimi in den Schatten. Am Ende aber blieben die Veilchen auf der Strecke, verloren erst nach Verlängerung mit 92:94 (82:82/45:38) und konnten damit ihre negative Auswärtsbilanz nicht aufbessern. Ärgerlich auch die Niederlage insofern, als sich die Göttinger so noch nicht endgültig für den Beko-BBL-Pokal qualifizieren konnten.

Es sah gut aus für die Gäste, die bereits einen Tag zuvor aufgrund der Witterungsverhältnisse angereist waren. So konnten sie ausgeruht in diese wichtige Partie gehen, was ihnen auch zumindest lange anzumerken war. Das erste Viertel ging so mit 27:18 an die Südniedersachsen. Nur ein Mal führten die Gastgeber beim 4:3, ansonsten aber hielten die BGer die Schwaben auf Distanz.

Rochesties Dreier daneben

Das änderte sich indes in der 26. Minute, als der Ex-Göttinger Kyle Bailey sein Team mit 54:53 in Führung brachte. Von diesem Zeitpunkt an entwickelte sich ein Krimi, den die 3400 Zuschauer in der neuen Ludwigsburger Sporthalle so schnell wohl nicht vergessen werden.

Doch zu diesem Zeitpunkt hatten die Göttinger vor allem Michael King nicht im Griff. Der punktete und hatte bereits nach 27 Minuten 18 Punkte auf seinem Konto. Am Ende waren es gar 28, mit denen er zum Topscorer dieser spannenden Partie avancierte.

Hatte sich schon in der ersten Halbzeit ein wahres Dreierfestival angedeutet, so setzte sich dieses auch nach der Pause fort. 24 Dreier standen am Ende zu Buche, gleichmäßig verteilt, zwölf für Ludwigsburg, zwölf für Göttingen.

Was sich aber am Ende der regulären 40 Minuten abspielte, hätte der alte Hitchcock nicht besser inszenieren können. Die Göttinger führten 19 Sekunden vor der Schlusssirene mit 82:80, als Taylor Rochestie einen Dreipunktewurf nahm, der aber ganz knapp sein Ziel verfehlte. Quadre Lollis nutzte 16 Sekunden vor Schluss eine Lücke und schaffte den Ausgleich zum 82:82. Als John Little mit der Schlusssirene David McCray foulte, schien die Niederlage für die Göttinger so gut wie festzustehen. Ludwigsburg nahm noch eine Auszeit, doch McCray flatterten die Nerven an der Freiwurflinie. Beide „versemmelte“ er, so dass noch einmal fünf Minuten drangehängt werden mussten.

Auch in dieser Zeit blieb das Spiel „Spitz auf Knopf“. Chris Oliver hatte 40 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung die Chance, auf 93:89 zu erhöhen, sein Korbleger aber verfehlte das Ziel. Auch kurz danach ging ein Korbleger von Dwayne Anderson beim Stande von 92:91 daneben. Elf Sekunden zeigte die Hallenuhr noch, als King mit einem Dreier die Gastgeber wieder mit 94:92 in Führung brachte. Auszeit für Göttingen, noch einmal die Köpfe für die letzten Sekunden frei bekommen. Erst hatte Anderson mit einem Korbleger die Chance, eine zweite Verlängerung zu erzwingen, verfehlte aber das Ziel. Den Offensivrebound angelte sich Boone, mit der Schlussirene versuchte auch er einen Korbleger - ohne Erfolg. Schluss, aus und vorbei.

Die Göttinger hatten ihr sechstes Auswärtsspiel überaus knapp verloren und traten ziemlich bedröppelt die beschwerliche Heimreise an. (wg/gsd)

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