Kulawicks Appell vor Frankfurt-Spiel: „Drin bleiben - egal wie!“

Bereits in der fünften Saison bei der BG: Göttingens Robert Kulawick vor der in lila Licht getauchten Fankulisse in der S-Arena. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. „Drin bleiben! Egal wie!“ Mit klaren Worten nimmt Robert Kulawick vor dem Auswärtsspiel am Ostermontag in Frankfurt Stellung zur aktuell schwierigen Lage der BG Göttingen im Kampf gegen den Abstieg aus der Basketball-Bundesliga.

„Die Lage ist schwierig“, sagt „Kulle“, der in der bereits fünften Saison für die Veilchen spielt. „Es herrscht Ernüchterung. Wir hatten uns auch andere Ergebnisse gegen den MBC und gegen Tübingen erhofft.“ Beide Partien, die „Abstiegs-Endspielen“ gleichkamen, gingen verloren. Nach der Pleite gegen Tübingen hatte Kulawick bei der Ehrenrunde Tränen in den Augen. „Mich nimmt das natürlich auch mit. Ich war angefressen“, erklärt der Zopfträger.

„Noch ist aber nicht Hopfen und Malz verloren. Wir haben es immer noch in der eigenen Hand“, gibt Kulawick den Glauben an den Klassenerhalt nicht auf. „Fakt ist aber: Wir sollten mal wieder einen Sieg holen.“

Ohne El-Amin in Frankfurt

Die Heimspiele gegen Oldenburg, Ulm und Würzburg seien schwierig, aber „wir müssen uns einfach zusammenreißen.“ Und auswärts habe man Gegner, die man aber schon geschlagen habe. Kulle: „Aber es wird definitiv nicht einfach. Das primäre Ziel bleibt, die Klasse zu halten. Wir müssen das als Team wuppen.“ Möglicherweise, meint Kulle, würden sogar schon zwei Siege reichen, um in der 1. Liga zu bleiben. Aber das könne man natürlich nicht garantieren.

Bei den Fraport Skyliners fehlt den Göttingern nun auch noch Khalid El-Amin wegen einer Oberschenkelverletzung. Bitter, das der „Denker und Lenker, so Kulawick, fehle. „Er ist unsere Riesen-Stütze.“

Können die Veilchen nun aber von einem anderen Umstand profitieren? Die von Gordon Herbert gecoachten Hessen (BBL-Vierter) haben dieser Tage ein Mammutprogramm zu absolvieren. Am Mittwoch waren sie im FIBA Europe Cup in Israel, unterlagen im Viertelfinal-Hinspiel bei Maccabi Rishon Le Zion nur 84:88. Nächste Woche können sich die Skyliners mit einem Sieg im Rückspiel fürs Final Four qualifizieren. Am Ostersamstag müssen nach einem kurzen Zwischenstopp in der Main-Metropole bei den Tigers Tübingen antreten, ehe es Ostermontag in der Fraport-Arena (17 Uhr) gegen Göttingen geht. Können die BGer den Reise-Stress der Frankfurter nutzen?

Bestes Defensiv-Team

Wie schwer es aber wird, zeigen diese Fakten: Frankfurt ist um den Ex-BGer John Little das beste Defensiv-Team der Liga, lässt nur 69 Punkte zu. Bonn schaffte am vergangenen Wochenende nur 48 Zähler, dabei in zwei Vierteln gar nur vier und acht Zähler. Frankfurts bester Scorer ist Jordan Theodore (14,6 pro Spiel). Im Hinspiel steuerte er 28 Zähler zum 84:71-Sieg der Südhessen bei, die zudem das drittbeste Team von der Dreier-Linie sind, 38 Prozent ihrer Würfe verwandelten. David Godbold kam im Heimspiel gegen die Skyliners auf starke 30 Punkte. (haz/gsd-nh)

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