Ladies, lasst das Wolfpack heulen!

Energisch: BG 74-Spielmacherin Monique Smalls (Mitte) zieht im ersten Halbfinalspiel voller Tatendrang gegen die Wolfenbüttelerinnen Maileen Baumgarten (links) und Klaudia Grudzien zum Korb. Beobachterin ist Birte Bencker (20). Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Wenn es nach den BG 74 Veilchen Ladies geht, soll ein drittes und dann entscheidendes Spiel im Halbfinale der Playoffs der zweiten Basketball-Bundesliga unbedingt vermieden werden. Dafür ist aber ein Sieg bei Wolfpack Wolfenbüttel im Rückspiel am Ostersonntag (18 Uhr) in der Lindenhalle nötig.

Dass dieses Match kein Selbstläufer wird, hat bereits das erste Spiel dieser beiden Teams deutlich gezeigt. Nach einer blamablen ersten Halbzeit, die für die Göttingerinnen mit 15:26 verloren ging, riss sich das Team von Trainer Andrej Sykora in den zweiten 20 Minuten zusammen und gewann im Schlussspurt noch 55:50. So spannend wollen es die Gäste aber im zweiten spiel morgen nicht machen, sondern von Beginn an konzentriert an diese schwireige aufgabe herangehen.

Kreise von Prince stören

Dazu wird es notwendig sein, unter anderem die Kreise von Raelyn Prince, die im Hinspiel auf 15 Punkte und ganz starke 20 Rebounds kam, einzuschränken. Erfreulich im ersten Spiel aber, dass es den Veilchen Ladies größtenteils gelungen war, die Ex-Göttingerin Klaudia Grudzien in Schach zu halten. Auf ihre Durchschnittswerte von 13 Punkten und elf Rebounds kam sie am vergangenen Samstag nicht. Sie schaffte lediglich neun Punkte und acht Rebounds. Stark im Hinspiel auf Seiten von Wolfpack waren noch Carolin Christen mit 13 und Theresa Simon mit elf Punkten, Auch sie gilt es, in deren Aktionsradius einzuschränken. Möglicherweise kann Wolfenbüttels Trainerin Hanna Ballhaus auf Jenny van Doorn und Antonia Rennspieß, die ihre Verletzungen auskuriert haben, zurückgreifen.

„Wir haben im ersten Halbfinale gesehen, mit welchem taktischen System der Gegner uns bezwingen will. Und trotzdem haben wir nach einer aus meiner Sicht vor allem in der zweiten Halbzeit tollen Leistung gewonnen“, blickt Sykora noch einmal zurück. Man werde da ganz ruhig an dieses zweite Halbfinalspiel herangehen und die entsprechende Marschroute erarbeiten, so der BG 74-Coach weiter.

Erfreulich für das Göttinger Trainergespann, neben Sykora wird das Team noch von seiner Lebensgefährtin Zuzana Polonyiova trainiert, dass alle Spielerinnen zur Verfügung stehen. So ist Johanna Hirmke, die am 1. April ihren Job im neuen Vertriebs- und Marketingteam des Basketball-Bundesligisten BG Göttingen angetreten hat, nach ihrer Fußverletzung wieder dabei, konnte immerhin schon sechs Minuten in der ersten Halbfinal-Partie spielen.

55 Punkte haben gereicht

Wichtig wird sein, wie gut es den Göttingerinnen gelingt, sich gegen die aggressive Zonenverteidigung der Wolfenbüttelerinnen erfolgreich durchzusetzen. Das gelang in der ersten Begegnung eher mangelhaft. Nur gut, dass 55 Punkte den Veilchen Ladies gereicht haben im ersten Halbfinale. Wolfenbüttel kam aufgrund einer ganz starken Defensivleistung der BG 74 auf lediglich 50 Punkte.

Sollte es zu einem dritten und entscheidenden Spiel um den Einzug ins Finale kommen, so steigt dieses am 11. April um 19 Uhr in der Sporthalle am FKG. Damit es nicht so weit kommt, bietet der Fanclub Violet Ladies eine Mitfahrgelegenheit an, um das Team lautstark zu unterstützen. Anmeldungen sind unter violet-ladies@online.de möglich. (wg/gsd)

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