Basketball-Frauen: Göttingen taucht wieder auf überregionaler Landkarte auf

BG 74 legt Grundstein für 2. Liga

Energiebündel aus den USA: Tasha Philipps (l.) bringt Schwung ins Spiel der BG-Frauen. Foto: zje

Göttingen. Die Lizenz ist da, Trainerin Jennifer Kerns (34) bleibt, Topspielerin Tasha Philipps ebenso (HNA berichtete exklusiv) - bei den Frauen der BG 74 Göttingen wurden nach dem Aufstieg die Grundlagen für die neue Saison in der 2. DBBL Nord (so die offizielle Bezeichnung) gelegt, die am 1./2. Oktober beginnt. Mit einem Etat von gut 50000 Euro startet das junge Team, das nur um ein oder zwei erfahrenere Spielerinnen verstärkt werden soll, in die zweithöchste Spielklasse.

Zwei Jahre nach dem Rückzug von „Trinos Göttingen“ aus der Bundesliga aus wirtschaftlichen Gründen taucht Göttingen nun wieder auf der überregionalen Basketball-Landkarte auf. „Es war nicht einfach“, gesteht Andreas Fink (53, von Beruf Ergotherapeut), der mit Michael Wiese die Geschicke der Frauen mittels einer Unternehmer-Gesellschaft (UG), in der nicht das volle Stammkapital einer GmbH nötig ist, leitet.

Angebote aus der 1. Liga

„Jen hatte Angebote sogar aus der 1. Liga“, berichtet Fink über die alte und neue Trainerin. „Aber wir haben ein Paket geschnürt, dass sie das weiterführen kann, was sie in den letzten zwei Jahren aufgebaut hat.“ Bezahlt wird die Ex-Erstligaakteurin nicht mehr von der „starting five GmbH“ („s5“) der Männer, sondern von der „UG“. Bis Mitte Juli ist Kerns, die in die siebte Saison bei den Veilchen geht, jetzt aber erstmal auf Heimaturlaub in Spokane (USA).

Fink beginnt jetzt mit den Verhandlungen mit den Spielerinnen. Zu den Säulen zählen nicht nur „alte“ Stammkräfte wie Steffi Beck, Betty Bode oder Nekane Krumm, sondern auch die vielen hoffnungsvollen Talente. Das gesamte Aufstiegs-Team dürfte aber wohl auch aus Studiengründen nicht in Göttingen bleiben.

„Wir wollen die 2. Liga langsam angehen“, sagt Fink. „Wir müssen da erst reinwachsen.“ Erfreut ist er, dass „80 bis 90 Prozent“ des Etats schon akquiriert sind. Mit den Bundesliga-Männern und der „s5“ gibt es, so Fink, „keine Berührungspunkte“: „Wir kommen uns nicht in die Quere.“ Die Sponsoren der BG 74-Frauen seien größtenteils andere als bei den Männern. Gegründet wurde dazu der „Club 74“ als Pendant zum „businessClub“ bei den Erstliga-Herren. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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