Basketball-Bundesliga: BBL-Sprecher Kaiser sieht aber insgesamt positive Entwicklung

BG: Leichter Fan-Rückgang

Auf die Göttinger Fans ist Verlass: Louis Dale, gegen Bamberg am vergangenen Samstag mit 20 Punkten der BG-„Held“, klatscht die Zuschauer nach dem Sieg gegen den unangefochtenen Spitzenreiter ab. Foto: Jelinek

Göttingen. Selbst Dirk Kaiser schwärmte von der Atmosphäre in der Lokhalle beim Spiel der BG Göttingen gegen Spitzenreiter Bamberg am vergangenen Samstag. „Das ist mit noch richtig in Erinnerung, wie laut das da war“, meinte der Pressesprecher der Basketball-Bundesliga (BBL) GmbH gestern, der die Partie im TV verfolgte. 3700 Fans sorgten erstmals in dieser Saison für eine ausverkaufte „Lokhölle“.

Doch der Blick auf die gesamten bisherigen Partien ist bei den „Veilchen“ nicht ganz so rosig. Der Zuschauerschnitt sank gegenüber der Serie 2009/10, als 3065 Besucher pro Spiel kamen, auf derzeit 2974 Fans - ein leichtes Minus von drei Prozent. In absoluten Zahlen kamen bisher 35682 Zuschauer zu den bislang zwölf Heimspielen der BGer.

„Angesichts unseres unübersichtlichen Spielplans ist der Zuschauerzuspruch noch zufriedenstellend“, sagt BG-Prokurist Jörg Waßmann. „Gute Spiele wie gegen Berlin und das Derby gegen Braunschweig kommen ja noch.“

Und wie sieht die Gesamt-Entwicklung in der BBL aus? „Positiv“, meint Dirk Kaiser und erläutert: Gegenüber der vergangenen Spielzeit ist der Zuschauerschnitt in der 1. Liga leicht gestiegen.“ Und zwar von 3756 auf jetzt 3767 – erneut ein Zuwachs in der Gesamtzahl wie schon in den vergangenen neun Jahren.

Kaiser weiter: „Hinter der spanischen ersten Liga ACB ist die BBL weiter die Nummer zwei in Europa. Obwohl wir wussten, dass es in dieser Saison nicht ganz so leicht sein würde, den Schnitt nochmals zu steigern. Aber in der Liga ist in allen Bereichen noch genügend Spannung gegeben.“

Für die kommende Saison verweist der BBL-Sprecher auf Bayern München. Der designierte Aufsteiger dürfte die Zahlen weiter steigen lassen. „Das wird ein richtiges Zugpferd“, hofft Kaiser. Auch neue Hallen in Oldenburg und Ulm dürften für eine weitere erfreuliche Entwicklung sorgen.

Zuschauerkrösus ist weiterhin Alba Berlin mit 10 047 Fans pro Spiel (siehe Tabelle links). Gegenläufig zu Kaisers Einschätzung ist aber, dass zehn Klubs Zuschauer-Einbußen erlitten haben. An der Spitze Braunschweig trotz sportlich guter Saison mit 13,2 Prozent Fans weniger, ebenso Schlusslicht Düsseldorf (15,9 Prozent weniger). Die beste prozentuale Hallen-Auslastung hat Bamberg mit 99,94 Prozent. Die BG kommt auf 80,36 Prozent. Was die Veilchen zuversichtlich stimmt: Wenn´s zum Saisonschluss spannender wird, stiegen die Zuschauerzahlen bisher immer noch an. (haz/gsd)

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