JBBL-Final Four in Quakenbrück

Lennart Schultz mit BG-Youngsters gegen Bayern München

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Er hat den Ball: Lennart Schultz (re.) setzt sich im Viertelfinale gegen Lichterfelde gegen einen Berliner Spieler durch.   

Göttingen. Dieses kleine Interview hat richtig Spaß gemacht. Sehr aufgeweckt, sehr selbstbewusst und schon ziemlich routiniert beantwortet Lennart Schultz die Fragen im Vorfeld zum JBBL-Final Four am kommenden Wochenende.

Seine Mannschaft, die BG-Youngsters, haben sich für die Endrunde in Quakenbrück qualifiziert. „Das haben viele nicht erwartet, dass wir so weit kommen“, sagt Lennart Schultz. Der junge Mann ist erst 16, muss man wissen.

Der Einzug ins Final Four ist für die Mannschaft von Trainer Jan Sauerbrey ein Riesen-Ding. Wie erwähnt: Niemand hat damit gerechnet, gegen die Crème de la Crème im deutschen Nachwuchs-Basketball antreten zu dürfen. Denn die ist mit Bayern München, der Gegner der BGer, Alba Berlin und MHP Riesen Ludwigsburg in der Artland-Arena vertreten. Wie die BG alles Nachwuchs-Teams von Erstligisten!

12.30 Uhr ist am Samstag „High Noon“ für Lennart Schultz & Co. „Wir gehen da total fröhlich über die bisherige Saison rein. Bayern hat den Druck, nicht wir.“ Das ist doch schon mal ’ne Ansage.

Bis ins Halbfinale haben die BG-Youngsters Bremerhaven, Hamburg und (völlig überraschend) im Viertelfinale auch TuS Lichterfelde aus Berlin ausgeschaltet. Eine Klasse-Serie nach keiner guten Hauptrunde mit nur drei Siegen in zehn Spielen!

Große Unterstützung

An Unterstützung wird’s Schultz nicht mangeln. Sein Vater, Professor Dr. Wolfgang Schultz, seine Mutter und seine Brüder Nikolas und Christopher sowie Verwandte aus Oldenburg werden in Quakenbrück dabei sein.

Über Vater Wolfgang und Bruder Niko (18) ist Lennart zum Basketball gekommen. Schultz senior war Teamarzt beim ASC und später bei Bundesligist BG. Sein älterer Bruder Niko, im Januar beim Allstar-Spiel der NBBL in der Lokhalle dabei, nahm ihn einst mal mit – eben das klassische Szenario unter Brüdern.

Ein dickes Lob hat Lennart, der auf der IGS Geismar in der 10. Klasse ist, für Coach Sauerbrey parat. „Jan macht einen guten Job, er fordert und weiß, wer wann die Verantwortung übernehmen muss.“ Schultz selbstbewusst: „Ich habe einen guten Wurf, die Trainer sagen, ich sei ein guter Scorer. Ich kann den Ball ganz gut in den Korb werfen.“ Was auch die Team-Statistiken belegen. Er ist bei Punkten und Rebounds immer weit vorn. Aber Lennart weiß auch: „Auf dem Feld sind die Statistiken nicht wichtig.“

Nun also geht’s gegen Bayern. Bei der U 14-DM vor zwei Jahren gab’s eine Niederlage, jetzt gibt’s die Chance zur Revanche. „Das motiviert extra“, lächelt er. Auch danach hat Schultz noch viel vor: Im Juni fliegt er für ein Jahr in die USA nach Greeneville (Bundesstaat Tennessee). „So ein Auslandsaufenthalt bringt einen extrem weiter“, sagt Schultz, dessen Lieblingsfächer Sport und Geschichte sind. Und ganz allein ist er in den USA auch nicht: Sein Teamgefährte Jannik Hornischer fliegt ebenfalls mit über den Großen Teich. (haz/wg-gsd)

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