BG vor den letzten Spielen: Tolle Rolle als Spielverderber

Klasse-Leistung: Göttingens Jesse Sanders (am Ball) gegen Ludwigsburgs Clifford Hammonds und Johannes Thiemann. Foto: zje/gsd

Göttingen. War es nun das beste Heimspiel in dieser Saison? Johan Roijakkers wurde bei dieser Frage unsicher. „Na ja, gegen Bamberg haben wir besser gespielt, auch gegen Tübingen war es gut. An mehr kann ich mich nicht erinnern“, meinte der Trainer von Basketball-Erstligist BG Göttingen nach dem 84:75-Sieg im vorletzten Saison-Heimspiel gegen Ludwigsburg. Klar ist aber: So viel Spaß gemacht hat lange kein Match vor eigenem Publikum. Die 3116 Besucher feierten vor allem Jesse Sanders, der auf der Spielmacher-Position eine fast fehlerfreie Partie hinlegte. Nicht umsonst musste der Texaner auch die „Siegeshumba“ ansagen.

„Team schlägt Talent“ – auf diese Formel brachte Kapitän Dominik Spohr den zweiten Saisonsieg gegen Ludwigsburg und den insgesamt elften Erfolg in dieser Spielzeit. „Unsere Teamleistung hat gestimmt. Tabellarisch sind wir zwar im Niemandsland, aber zwei Leute hatten bei uns noch eine Extra-Motivation.“

Spohr spielte damit auf Alex Ruoff und Adam Waleskowski an. Ruoff hatte die ersten fünf Saisonspiele noch für Ludwigsburg absolviert, Waleskowski war drei Jahre bei den Schwaben – und dem früheren Trainer, in diesem Fall auch noch Ex-BG-Coach John Patrick, zeigt man ja gern noch mal, was man drauf hat. Waleskowski netzte zwei Dreier in Folge ein, Ruoff glänzte gegen die Riesen nicht als Vollstrecker, sondern als oft genialer Vorbereiter: Zehn Assists waren seine Ausbeute.

Übertroffen wurde er diesmal von Jesse Sanders. 14 Punkte, darunter drei Dreier, je fünf Rebounds und Vorlagen belegen die Klasse-Leistung des US-Boys, der im Sommer zum zweiten Mal Vater wird. „Sanders und Ruoff haben das Tempo im Spiel bestimmt“, sagte Patrick über die beiden Göttinger Guards. „Die BG hat den Ball gut bewegt, war uns in jedem Bereich überlegen.“ Am besten drückte dies das Vorlagen-Verhältnis von 25:16 aus – das Team-Spiel war Trumpf bei den Veilchen.

Für Patricks Playoff-Pläne war die Pleite Gift. „Wir haben den Kopf verloren, brauchen aus den letzten drei Spielen zwei Siege.“ Doch das Ludwigsburger Restprogramm ist happig: Gegen Tübingen, gegen Ulm, in Berlin. Die BG dagegen kann nun auch in Bonn zum Spielverderber werden und die Serie in Vechta und gegen Braunschweig ausklingen lassen. (haz/gsd)

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