Basketball-Bundesliga: 11 Prozent weniger / Nur 2647 im Schnitt bei der BG Göttingen

Letzter Platz auch bei Fans

Rückläufige Besucherzahlen: Nach dem Umzug von der Lokhalle in die Sparkassen-Arena ist die Zuschauerresonanz bei der BG Göttingen um zehn Prozent gesunken. Maßgeblich dazu beigetragen hat die sportliche Misere des abstiegsgefährdeten Teams. Archivfoto: zje/nh

Göttingen. Von wegen geruhsame Feiertage! Für die BG Göttingen stehen zwischen Weihnachten und dem 2. Januar gleich drei Spiele in der Basketball-Bundesliga an. Und seit dem 71:82 in Ulm ist die Situation am Tabellenende noch schlechter geworden.

Die unmittelbare Konkurrenz buchte wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Dass dabei die nächsten BG-Gegner Boden gut machen konnten, traf die Veilchen bis ins Mark. Frankfurts Sieg in Braunschweig kam ebenso unerwartet wie Hagens Erfolg gegen Würzburg. So stehen die Göttinger am zweiten Weihnachtstag gegen Frankfurt ebenso unter Druck wie am 30. Dezember bei Phoenix Hagen und am 2. Januar am „Derby-Spieltag“ gegen die heimschwachen, aber auswärtsstarken Braunschweiger.

Im Rückblick sieht BG-Trainer Michael Meeks trotz der „Schlussphasen-Schlappe“ in Ulm „einen Schritt vorwärts“. „Die Jungs haben wirklich zusammengespielt.“ Das war oft nicht so, zu häufig gab es die Ego-Trips. „Wir hatten eine Chance, aber kleine Unterschiede haben noch für eine große Punkte-Differenz gesorgt.“

Elf Klubs im Minus

Doch nicht nur nach Punkten ist die BG derzeit Letzter in der 1. Liga. Auch in der Zuschauertabelle sind die Südniedersachsen ganz ans Ende abgerutscht. Im Schnitt kamen nur durchschnittlich 2647 Zuschauer zu den sieben Heimspielen. Davor rangieren Tübingen (2678) und Quakenbrück (2944 bei 3000er-Fassungsvermögen). Mit Minus 10,8 verzeichnen die BGer auch den höchsten prozentualen Verlust in der BBL. Minuszahlen haben aber noch weitere zehn Klubs in der Zuschauer-Statistik.

Den höchsten Zuwachs haben Ulm (mit der neuen Halle 44 Prozent), Bremerhaven (13,1) und Berlin (12,2). Alba ist mit 11 722 Fans pro Spiel der absolute Krösus - da können selbst Meister und Pokalsieger Bamberg (6790 im Schnitt) und Aufsteiger Bayern München (5548) nicht mithalten.

Sykes mit Top-Werten

Apropos Statistiken: Trotz des schlechten Tabellenplatzes ist ein BG-Akteur in zwei der vielen BBL-Statistiken ganz vorne mit dabei: Raymond Sykes ist in der Rebound-Wertung mit 7,2 pro Spiel Vierter hinter John Bryant (Ulm, 9,8), Chris Ensminger (Bonn, 8,2) und Adam Chubb (Oldenburg, 8,0).

Gemeinsam Dritter ist der Rastaman bei den „Double-Doubles“ (zweistellige Werte bei Punkten und Rebounds) mit Ensminger und Münchens Troutman: In 13 Spielen gelang es den Dreien schon je dreimal. Nur Chubb (fünfmal) und Bryant (viermal) sind noch besser.

Übrigens: Eines der überaus seltenen „Triple-Doubles“ (zweistellige Punkte, Rebounds und Vorlagen) hat noch keiner der über 300 Bundesligaspieler in dieser Saison geschafft. (haz/gsd)

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