Basketball-Bundesliga Männer

Lila Wahnsinn bei der Gala der BG Göttingen gegen Bayern München

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Fünftes „Double-Double“im siebten Spiel: BG-Center Dylan Osetkowski (re.) gegen FCB- Schwergewicht Greg Monroe.

Um 22:20 Uhr kannte der Jubel am Dienstagabend in der S-Arena keine Grenzen mehr. Mit stehenden Ovationen feierten die 3447 Zuschauer in der zum vierten Mal in Folge ausverkauften S-Arena die BG Göttingen.

Die Veilchen hatten soeben den nächsten Coup gelandet: 90:81 (44:40) gegen Bayern München – nach Alba Berlin (72:71) den zweiten „Giganten“ der Bundesliga geschlagen. Was für eine Basketball-Gala, was für ein freudiger Veilchen-Abend! Lila Wahnsinn pur!

Für die Bayern war es erst die zweite Pleite in dieser Saison nach der Niederlage in Ludwigsburg mit Göttingens Ex-Trainer John Patrick. Den Sieg gegen den Spitzenreiter tütete das Team von Trainer Johan Roijakkers, der ein großes Kompliment an seine Spieler aussprach, vornehmlich in der Defensive ein. Das musste auch der frustrierte Bayern-Headcoach Oliver Kostic eingestehen: „Die BG hat ein großartiges Basketball-Spiel gezeigt mit einer überragenden Dreierquote.“

In der Tat sackten die Veilchen wieder 15 von 31 Dreiern ein, damit machten sie genau die Hälfte der 90 Punkte klar. Und wieder gelang BG-Center Dylan Osetkowski ein „Double-Double“ (11 Punkte, 10 Rebounds). Das wievielte eigentlich schon in dieser Saison? Genau – das fünfte „Double-Double“ in den letzten sieben Spielen. Und Kyan Anderson? „Kyan  spielt derzeit den besten Basketball seines Lebens“, lobte Roijakkers einmal mehr den mit 27 Punkten – davon vier erfolgreichen Dreiern – erneut überragenden Topscorer. „Das war erste Sahne, wie wir gespielt haben“, freute sich auch Mathis Mönninghoff über den Sieg gegen den EuroLeague-Teilnehmer.

„Wir haben schon in den ersten Minuten gespürt, dass die Bayern nicht ganz da sind, dieses Spiel nicht unbedingt spielen wollten. Wenn du wie wir dann hart verteidigst, tut es doppelt weh“, meinte der Göttinger Shooting Guard. Die wichtigen Dreier seien eben auch am Anfang gefallen. Wann aber war für Mönninghoff klar, dass da am Dienstagabend gegen die Bayern was geht? „Wenn ich ehrlich bin, schon in den ersten Minuten, weil ich halt gesehen habe, dass die Bayern vielleicht mit dem Kopf schon in der EuroLeague waren.“

„Wir waren diesmal das bessere Team“, durfte BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen zurecht behaupten. „Wir haben überragend verteidigt und uns gute Würfe rausgespielt. Es hat mich beeindruckt, wie wir in der Defensive dagegengehalten haben.“ Und wenn man so begeisternd wie die BG gegen Bayern gewonnen hat, darf man sich auch mal einen kessen Spruch erlauben. Meinertshagen: „Die Euroleague sollte mal über eine Wildcard für uns nachdenken!“  gsd

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