Basketball-Bundesliga

Lob zum Turnier-Abschluss: Göttinger Viertelfinal-Aus mit Applaus

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Duell der Big Men: Albas Johannes Thiemann (links) mit BG-Center Dennis Kramer unter dem Göttinger Korb.

Versöhnlicher Abschluss der BG Göttingen beim Final-Turnier der Basketball-Bundesliga um die deutsche Meisterschaft. Nach dem ersten Viertelfinalspiel, das noch deutlich mit 93:68 von Alba Berlin gewonnen wurde, schlug sich das Team von Trainer Johan Roijakkers bei der knappen 85:88 (31:52)-Niederlage im zweiten Viertelfinal-Match mehr als achtbar, war sogar einem Sieg nahe.

Gegen die Albatrosse knüpfte BG-Spielmacher Bennet Hundt an seine starke Leistung im ersten Gruppenspiel zum Auftakt dieses Turniers gegen die Crailsheim Merlins an, als ihm 30 Punkte beim einzigen Sieg der Göttinger in diesem Turnier gelangen. Hinzu kam, dass Dominic Lockhart endlich aus dem „Quark“ kam, seine mit Abstand beste Turnierleistung zeigte und mit 19 Punkten, davon drei erfolgreiche Dreier, bester Werfer der Göttinger war.

Zur Halbzeit sah es beim 31:52 erneut nach einem Debakel für die Südniedersachsen aus. Doch: „Wir haben niemals aufgegeben und Herz und Kampfgeist gezeigt“, war Roijakkers überaus zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft vornehmlich in der zweiten Halbzeit, die die Veilchen recht deutlich mit 54:36 für sich entscheiden konnten.

Endlich bewiesen die Veilchen, dass sie mit den Großen mithalten können – wenn, ja wenn sie ihre Ballverluste minimieren können. Das sah allerdings nach dem ersten Viertel nicht danach aus, denn wieder hatten die BGer acht Turnover, die dazu führten, dass die Berliner bereits nach vier Minuten mit 13:3 führten, mit 22:16 die ersten zehn Minuten für sich entscheiden konnten. Im zweiten Viertel minimierten die Göttinger zwar ihre Ballverluste auf lediglich zwei, gerieten aber durch eine katastrophale Wurfquote und schwache Defensivleistung mehr und mehr in Rückstand. Aufseiten der Berliner konnte sich immer wieder Marcus Eriksson in Szene setzen unter anderem mit drei erfolgreichen Dreiern.

„So können wir nicht weitermachen. Uns fehlt die Intensität in der Defensive“, meinte Lockhart in der Halbzeitpause. Und so machten die Göttinger denn auch nicht weiter, erhöhten nun deutlich die Intensität in der Defensive, und auch die Trefferquote wurde besser. Hinzu kam, dass sich die BGer in den zweiten 20 Minuten nur noch zwei Ballverluste leisteten. Am Ende waren es 14, Berlin hatte sogar einen Ballverlust mehr.

Nun drehte Hundt richtig auf, wollte es seinem ehemaligen Verein noch einmal zeigen und schenkte den Albatrossen 18 Punkte ein, holte sich vier Rebounds und verteilte zudem noch sechs Assists. Er war es auch, der mit einem Dreipunktspiel (erfolgreicher Korb plus Zusatzwurf) zum 83:84 die BG noch einmal am Sieg schnuppern ließ. Martin Hermannsson aber erstickte die Hoffnungen der BG auf den zweiten Turniersieg mit vier erfolgreichen Freiwürfen. 1,9 Sekunden vor der Schlusssirene hatte Terry Allen – mit 16 Punkten erfolgreich – nach einem Einwurf seines Teams die Chance, mit einem Dreier zumindest auf Remis zu stellen, der Ball landete allerdings auf dem Ring, von wo aus er ins Feld zurücksprang. So blieb es beim 85:88. Dennoch ein ehrenwertes BG-Ende.  gsd

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