Lockhart und Rush erstmals dabei: BG verliert Test der "Läufe"

Mit der alten Nummer von Ex-Kapitän David Godbold: Göttingens Spielmacher-Neuzugang Brion Rush (15, gegen Limburgs US-Hünen Khaliq Spicer) spielte erstmals für die Veilchen. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. „Basketball ist ein Spiel der Läufe!“ Worte von Deutschlands wohl bekanntestem Basketball-Kommentator Frank Buschmann (früher Sport 1, jetzt Sky). Ganz prägnant trafen sie auf den vierten Test der BG Göttingen gegen den letztjährigen Tabellensechsten aus Belgien Hubo Limburg United zu. Nach mehreren beiderseitigen Punkte-Serien verloren die Veilchen im vierten Test zum zweiten Mal. Am Ende hieß es 92:77 (40:39) für die Limburger, deren Co-Trainer Thomas Roijakkers ist – der Bruder von BG-Chefcoach Johan Roijakkers.

Der Sieg im Familien-Duell ging also an Johan Roijakkers’ älteren Bruder. Nicht zu Unrecht, denn die Belgier waren den Veilchen physisch überlegen, hatten mehrere Akteure mit Gardemaß und einigen Kilos mehr auf dem Feld. Diese körperliche Dominanz wussten die Limburger, vor allem Jordan Heath, wiederholt gut und geschickt einzusetzen und zu nutzen.

Dickes Lob für Lockhart

Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel war Michael Stocktons Dreier zum 21:24-Stand der Ausgangspunkt der ersten Serie in diesem mit allem Einsatz geführten Match. Viertelübergreifend legte die BG einen 17:0-Lauf hin, führte 35:24. Doch dann war’s fast wie abgerissen. Die Folge waren zwei Serien der Belgier: Erst ein 14:0 zur 38:35-Führung. Und nach der Pause eine weitere 26:9-Serie zum 66:48.

„Da hat man gemerkt, dass bei uns noch Einiges gemacht werden muss“, erklärte Johan Roijakkers hinterher. „Ich muss die Mannschaft in Form bringen. Unsere Neuen müssen noch lernen, was sie tun müssen. Und Rush und Lockhart haben noch gar nicht mittrainiert.“

Dafür machte Dominic Lockhart, am Freitag erst nach langem Flug von der Universiade in Taiwan zurückgekehrt, trotz Jet-lag einen guten Eindruck. „Lockhart wird eine große Rolle bei uns spielen“, lobte der BG-Coach den Ex-Oldenburger. „Auch Stockton hat wieder sehr gut gespielt“, anerkannte Roijakkers den neuen Spielmacher, der mit schnellem Antritt imponierte.

Wie physisch gespielt wurde, zeigte sich auch daran, dass Paul Watson mit seinen raumgreifenden Schritten schon nach 28:30 Minuten per fünftem Foul ausschied. Brion Rush fehlte noch das rechte Timing bei den Würfen, Dennis Kramer brachte seine Größe (2,09 m) gut ein. Stephan Haukohl agierte selbstbewusster als bisher, kam so auf zwölf Zähler. Johan Roijakkers: „Phasenweise haben wir stark gespielt!“

BG: Watson 8/2 Dreier, Lockhart 10/2, Williams 2, Kramer 7/1, Carter 9, Rush 5/1, Stockton 18/1, Simon 6/2, Haukohl 12/2, Grüttner.

Beste Limburg: Heath 23/2, Monaghan 15/4, Unruh 13/3. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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