BG in der Lokhalle: Tränen und Triumphe!

Göttingen. Die Rückkehr in die Lokhalle – für die BG Göttingen wird sie am Samstag (15.30 Uhr gegen Ulm), am Montag (20 Uhr gegen Bamberg) und am 30. Dezember (18.30 Uhr gegen Oldenburg) wieder wahr.

Dreieinhalb Jahre nach dem letzten Match kehren die Veilchen an ihre legendäre, einzigartige Wirkungsstätte zurück. Im BG-„Wohnzimmer“ gab es den größten Triumph, aber auch bittere Tränen. Die HNA blickt zurück: Das erste Heimspiel: Am 9. Oktober 2007 trat Aufsteiger Göttingen, nachdem er das erste Spiel in Gießen 88:81 gewonnen hatte, gegen die Bayer Giants Leverkusen an – und gewann auch diese Partie mit 91:85 vor 3328 Fans (ausverkauft). „Wir waren sehr aufgeregt vor dieser Premiere“, erinnert sich der damalige Geschäftsführer Marc Franz.

Das letzte Heimspiel der ersten Bundesliga-Saison: Gegen Ludwigsburg gab es am 12. Mai 2008 einen 83:69-Heimsieg, damit stand Platz 14 in der ersten Saison fest.

Oktober 2008: Gemeinsame Team-Vorstellung der Damen und Herren. Von der Decke schwebten die neuen Trikots der beiden Bundesliga-Mannschaften herunter.

6. März 2009: Angespannte Atmosphäre – die BG hatte zu einer Sponsorenvorstellung in die Lokhalle geladen. Viele dachten, weil es dahingehend Gerüchte gab, dass ein Energie-Versorger aus Kassel als Sponsor bei den BG einsteigt. Stattdessen ein bizarr-skurriler Auftritt von Mehmet E. Göker mit Privatsekretärin beim Interview. Schon zu diesem Zeitpunkt deutete sich die Insolvenz des Versicherungsvermittlers MEG an, dessen Name die BG trug – für ein dreiviertel Jahr. Die BG brauchte das Göker-Geld, weil sie sich in der zweiten Erstliga-Saison mit 26 Erfolgen in 34 Spielen fast „zu Tode gesiegt“ hatte, die Spielerprämien nicht zahlen konnte.

11. Februar 2010: Im Pokal-Viertelfinale schlägt die BG die EWE Baskets Oldenburg mit 79:69. Dadurch zogen die Veilchen ins Final-Four-Turnier in Frankfurt ein, wo das Team von 800 Fans angefeuert wurde.

30. April/ 2. Mai 2010: Der größte Triumph der BG überhaupt! Final-Four-Turnier in der EuroChallenge in der Lokhalle. Halbfinale am Freitagabend gegen Roanne (Frankreich). Die BG liegt mit 20 Punkten zurück. Finale adé, denken fast alle. Doch die BG dreht das Spiel, gewinnt noch 77:67 und zieht ins Endspiel am Sonntag ein. Es wird das Spiel von Center Chris McNaughton: 22 Punkte vom Riesen aus Franken. Und am Ende steht ein unglaublicher 83:75-Sieg gegen Krasnye Krylia Samara (Russland). Diesen Abend werden BG-Fans nie vergessen!

21. Mai 2010: Fünftes Playoff-Viertelfinale gegen Bremerhaven. Noch 1,2 Sekunden zu spielen. Einwurf Eisbären zu Andrew Drevo, der zieht ab, trifft zum 79:78 – und die BG ist raus. 

Von Helmut Anschütz

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