Basketball-Bundesliga Männer

Ludwigsburg Montag zu Gast: BG Göttingen gegen das Patrick-Trio

Hart attackiert: Dennoch fand BG-Brite Luke Nelson (6) gegen Chemnitz zu früherer Stärke zurück. Links Niners-Routinier Malte Ziegenhagen.
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Hart attackiert: Dennoch fand BG-Brite Luke Nelson (6) gegen Chemnitz zu früherer Stärke zurück. Links Niners-Routinier Malte Ziegenhagen.

Insgesamt sieben Spielzeiten war John Patrick (53) von 2003 bis 2011 Trainer bei der BG Göttingen, nachdem er zuvor noch selbst bei der BG 74 gespielt hatte. Mit dem EuroChallenge-Sieg 2010 hat er sich unvergesslich in den Annalen der Veilchen verewigt.

Göttingen – Jetzt kommt er mit Bundesliga-Spitzenreiter Ludwigsburg wieder nach Göttingen, tritt am Ostermontag (15 Uhr, MagentaSport) beim Team von Roel Moors an – mit seinen Söhnen Jacob und Johannes im Aufgebot der MHP Riesen.

Unter den beiden Brüdern ist mit Jacob (17) der Jüngere, der mehr spielt als Johannes (19), der Ältere. Beim Final Four-Turnier im vergangenen Juni in München kam Jacob zu ersten Meriten, als er gegen Frankfurt seine ersten Punkte im Profibereich markierte – mit 16 Jahren, sechs Monaten und 19 Tagen. Inzwischen hat Jacob bereits 33 BBL-Spiele absolviert, steht im Schnitt acht Minuten dem Parkett, während Johannes bei gut zwei Minuten liegt. Ihre erste Ausbildung genoss das spielende Patrick-Duo beim Göttinger BG-Nachbarverein ASC 46.

Nach dem Abgang von Elias Harris nach Spanien sind die beiden Patricks willkommene Akteure, um dem Top-Quintett der Schwaben die nötigen Pausen zu verschaffen. Bemerkenswert, dass Jaleen Smith (zuvor Heidelberg, 2. Liga Pro A), Jordan Hulls, Yorman Polas Bartolo und der bereits 39-jährige Tremmell Darden in allen bisherigen 25 Spielen in der Startformation standen. Als fünfter Starter hat Jonas Wohlfahrt-Bottermann (Trikotname nur „WoBo“) inzwischen Harris ersetzt.

Nach den vergangenen drei Siegen können die Veilchen dem Duell mit dem Spitzenreiter ganz gelassen entgegensehen. Sie stehen nicht unter Druck, haben den Klassenerhalt in der Tasche – unwahrscheinlich, dass Vechta und Gießen (am kommenden Mittwoch der dritte BG-Gast im Vierer-Heimspielpack in Folge) in den letzten neun Saisonspielen sechs Mal häufiger siegen als die Veilchen. Die sind inzwischen durch die Ergebnisse der anderen Teams auf Platz neun vorgerutscht und schnuppern jetzt (siehe Tabelle) sogar an Playoff-Platz acht, der aber drei Siege entfernt ist. Also eher geringe Chancen. Aber der Anführer der zweiten Tabellenhälfte zu sein, ist für das Moors-Team, dem drei punktgleiche Konkurrenten im Nacken sitzen, schon ein großer Erfolg. „Mit Platz elf wollen wir nicht zufrieden sein“, hatte Akeem Vargas beim 68:55-Sieg gegen Chemnitz am vergangenen Dienstag gesagt.

Der Veilchen-Kapitän fehlt Coach Moors bis auf Weiteres wegen seines in Vechta erlittenen Außenbandrisses. Doch auch ohne den Abwehr-„Wadlbeißer“ zeigte die BG gegen Chemnitz die beste Defensivleistung seit Langem. Ob sie allerdings gegen die starken Schwaben, die bisher nur gegen München (70:93) und Crailsheim (58:68) verloren, ausreichen wird, bleibt abzuwarten.

Zuversichtlich stimmt die BG indes, dass Spielmacher Luke Nelson und Center Tai Odiase nach einem kleinen Tief wieder zu vorheriger guter Form zurückgefunden zu haben scheinen.  (haz/gsd-nh)

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