Basketball-Bundesliga Frauen

Machen die flippo Baskets ihren größten Triumph klar?

Energie fast ohne Ende: Göttingens Jennifer Crowder (am Ball) gegen Wasserburgs Laura Hebecker.
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Energie fast ohne Ende: Göttingens Jennifer Crowder (am Ball) gegen Wasserburgs Laura Hebecker.

Zwölf Siege, fünf davon auswärts, dagegen nur fünf Auswärts-Niederlagen – so stark spielte die BG 74 Göttingen in der Damen-Basketball-Bundesliga schon seit Jahren nicht mehr.

Göttingen – Jetzt stehen die flippo Baskets vor ihrem größten Triumph seit dem Einzug ins Pokal-Final Four vor drei Jahren. Am Sonntag (16 Uhr, sporttotal.tv) können sie mit einem Auswärtssieg bei den Royals Saarlouis den derzeitigen vierten Platz halten und sich damit das erste Heimrecht in den am übernächsten Wochenende beginnenden Playoffs sichern.

Unter den ersten vier Teams sind die Göttingerinnen noch nie gelandet.

Woher kommt der Erfolg in dieser Saison?

„Dass Potenzial in diesem Team steckt, konnte man schon zu Saisonbeginn sehen“, sagt Baskets-Geschäftsführer Richard Crowder selbstbewusst. „Die Mannschaft lebt vom Teamgeist, es ist keine Quertreiberin dabei. Das Team ist sehr variabel.“

Die Australo-Britin Samantha Roscoe, US-Girl Riley Lupfer, die Kroatinnen Ivana Blazevic und Ruzica Dzankic, die Bosnierin Sandra Azinovic, die Griechin Viki Karambatsa und als „Chefin“ und Spielmacherin Crowders Tochter Jennifer – das passt in dieser Spielzeit prima zusammen.

„Wir spielen unsere erfolgreichste Saison“, sagt Richard Crowder. „Wir sind mehr als zufrieden.“ Kommt der Erfolg überraschend? „Nein! Nur für Außenstehende“, sagt er forsch. Natürlich habe es Rückschläge in Form von unnötigen Niederlagen gegeben. Zum Beispiel die Pleite in Heidelberg, die Ein-Punkt-Niederlage in Osnabrück oder die Heimschlappe gegen Freiburg.

Die positiven Dinge überwogen jedoch. Erfreulich: Mit Dreier-Spezialistin Lupfer hat die BG 74 eine Option für eine zweite Saison in Göttingen vereinbart. Die 22-jährige US-Amerikanerin ist sicher nicht die schnellste und athletischste Spielerin, aber: „Wehe, sie steht an der Dreierlinie frei ...“, so Crowder. Sie verwandelte bisher 75 Dreier bei 184 Versuchen, die meisten Treffer der DBBL, macht 40 Prozent Erfolgsquote. Die Freiburgerin Daneesha Provo traf 72 Mal.

Aber nicht nur Shooting-Guard Lupfer ist stark von jenseits des Perimeters. Samantha Roscoe hat von ihren 68 Drei-Punkt-Würfen immerhin 26 getroffen – das sind gut 38 Prozent. Eher ungewöhnlich, denn die 25-Jährige und 1,94 m große Britin ist Centerin, hat indes einen enormen Aktionsradius. Roscoe hat damit hinter Lupfer, aber noch vor Ruzica Djankic (24) und Jenny Crowder (19) die meisten Dreier bei den Baskets verwandelt. Zudem schaffte sie im Laufe der Saison drei Double-Double, also zwei zweistellige Werte (Punkte und Rebounds). Einmalig dürfte indes das Triple-Double von Jenny Crowder im Spiel gegen Halle gewesen sein, als sie 15 Punkte erzielte, sich elf Rebounds angelte und elf Assists produzierte.

Überhaupt führt Göttingen die Dreierstatistik mit insgesamt 166 erfolgreichen Dreiern vor Freiburg (148) und Heidelberg (143) an. Im Schnitt erzielte das Team von Trainer Goran Lojo knapp 74 Punkte pro Spiel.  (haz-wg/gsd)

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