Kann Göttingens Neuzugang Sonntag in Heidelberg spielen?

2. Basketball-Bundesliga: Majok fehlt noch Lizenz

Jetzt bei der BG Konkurrenten unter dem Korb: Harper Kamp (großes Foto) und Neuzugang „AT“ Majok (kleines Foto). 1 Foto:  gsd, 1 Foto: haz-gsd/nh

Göttingen. Natürlich steht ER am ersten Spieltag im neuen Jahr gleich im Blickpunkt des Interesses: Ater („AT“) James Majok (26), der Neuzugang der BG Göttingen, die als Spitzenreiter am Sonntag bei den MLP Academics in Heidelberg aufläuft.

Ob mit dem im Süd-Sudan geborenen Australier oder ohne – das stand zumindest gestern am späten Nachmittag noch nicht 100-prozentig fest, so BG-Coach Johan Roijakkers.

So kämpft die BG noch um die Lizenz für den 2,08-Meter-Hünen. Roijakkers hofft, dass die nötigen Formalitäten noch heute erledigt werden können und „Die Junge Liga“ (DJL) noch rechtzeitig die Spielberechtigung erteilt.

In den ersten beiden Trainingseinheiten am Silvester-Nachmittag und am Neujahrsmorgen (11.20 Uhr!) hat Majok bei seinen neuen Teamgefährten schon einigen Eindruck geschunden. „Ich weiß, was ich bekomme“, meinte Roijakkers meinte wie stets realistisch und nüchtern zugleich.

Gegen Majok und seinen Ex-Klub BK Nitra hat er in seiner Slowakei-Zeit bei BC Prievidza achtmal gespielt: In der Meisterschaft mit einer 1:3-Bilanz, in den Playoffs mit einer 3:1-Bilanz. Außerdem hat der BG-Trainer seinen Neuzugang in Nitras drei EuroChallenge-Spielen (u.a. gegen Oldenburg) beobachtet.

„Sah schon gut aus, was er im Training gemacht hat“, so Roijakkers gestern. „Es war genau das, was wir erwartet haben. Er hat sich schon ganz gut eingewöhnt.“

Ater James Majok

Und das sind die ersten Trainer-Charakteristika von Majok: „Er redet viel, läuft viel, spielt gute Pässe, ist sehr positiv. Er kann gute Dunks und Alley-oops, reboundet gut, kann gut Schüsse blocken.“ Auf den ersten Live-Auftritt in Heidelberg (wenn die Lizenz da ist...) darf man gespannt sein.

Nur eine Heimpleite

Mit dem Match in der Halle des Heidelberger Olympiastützpunktes läuten die Veilchen die heiße Phase in ihrer „Mission-Wiederaufstieg“ ein. Am 8. Dezember kamen die Göttinger zu einem 85:71-Sieg gegen die von Roijakkers-Freund Tony Garbelotto gecoachten „Akademiker“, die den Ex-BGer Nico Adamczak in ihren Reihen haben. Mit 15,7 Punkten pro Spiel steht er auf Platz 14 der Zweitliga-Scorer. Übertroffen wird er von Teamgefährte Shy Ely (19,6, Rang drei) und Göttingens Alex Ruoff (18,0, Platz sieben).

Seine Bestleistung (30 Punkte) schaffte Ely ausgerechnet bei Heidelbergs bisher einziger Heimpleite gegen Jena (100:102). Ihr stehen sieben Heimsiege gegenüber – die BG, die vergangene Saison mit 40 Punkten Differenz am Neckar gewann, ist gewarnt.

Enttäuschend ist der Fan-Zuspruch in Heidelberg: Nur in Leverkusen (525) kamen noch weniger Zuschauer als bei MLP (683 im Schnitt). Die Veilchen warten inzwischen mit einem Erstliga-reifen Schnitt auf: 2501 kamen bislang. Und in den restlichen sieben Heimspielen dürften es kaum weniger werden. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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