Basketball-Bundesliga Männer

Mathis Mönninghoff: BG Göttingen bleibt mein Traum

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Abklatschen mit den Teamgefährten: Göttingens Mathis Mönninghoff und der neue Center Tai Odiase (12). In der Mitte Andy Onwuegbuzie, wie Mönninghoff derzeit Trainingsspieler bei den Veilchen. 

Mit 254 BBL-Spielen zählt er zu den erfahren(st)en Spielern der Bundesliga. Jetzt kämpft Mathis Mönninghoff (28) um einen neuen Vertrag, nachdem sein alter bei der BG Göttingen ausgelaufen war. Zurzeit nimmt der Ibbenbürener am Training und sogar an den Testspielen der Veilchen teil, zeigte dabei gegen Braunschweig und Paderborn gute Leistungen.

Ob sie zu einer Vertragsverlängerung führen, ist derzeit aber offen. In Corona-Zeiten muss der Göttinger Erstligist sparen, wo es nur geht, wie Geschäftsführer Frank Meinertshagen mehrfach betonte.

„Ich bin dankbar dafür, dass ich mich bei der BG fithalten darf“, sagte Mönninghoff nach dem Match gegen Paderborn, in dem er bis zur Pause schon 13 Punkte erzielt hatte, am Ende dann 15. „Ich gebe mein Bestes!“ Dass er doch bleibt, sei aus seiner Sicht „nicht ausgeschlossen“. Mönninghoff weiter: „Die BG ist meine Heimat geworden, es wäre ein Traum, in Göttingen zu bleiben.“ Privat musste er mit Ehefrau Catharina und seinem Sohn Leno erstmals das von der Familie bewohnte BG-Domizil verlassen. Ob er bei der BG eine neue, alte Bleibe findet, wird sich zeigen. Vorteil Veilchen: Mönninghoff kennt die Verhältnisse, muss sich nicht eingewöhnen. Und sein Gehalt dürfte wohl überschaubar sein.

Dass es mit der Eingewöhnung vor allem für die Import-Spieler manchmal schwierig ist, erlebten die Göttinger gerade wieder mit der Vertragsauflösung von Christian Vital. Wie vor drei Jahren bei Paul Watson war das Heimweh bei Vital größer als eine vermeintliche Basketball-Karriere in Deutschland oder Europa. Wahrscheinlich ist der Abgang Vitals zum gegenwärtigen Zeitpunkt besser, als hätte es ihn in vier Wochen gegeben.

Jetzt sucht der neue BG-Coach Roel Moors einen Ersatz für den Pointguard. „Es ist aber keine Eile“, beschwichtigte der Belgier. „Es gibt mehrere Optionen.“ Kritisch beurteilte Moors insgesamt den BG-Auftritt gegen den überforderten Zweitligisten Paderborn. „Wir müssen besser starten. Und 40 Punkte zur Pause (gegen einen Zweitligisten, d. Red.) sind zuviel.“ Aus diesem Spiel dürfe man nicht so viel mitnehmen. Auch die starken 16 Rebounds von Ron Jackson relativierte Moors: „Er bringt Energie, ist sehr athletisch. Aber das reicht noch nicht, wir brauchen mehr von ihm.“

Das wird in den nächsten beiden Testspielen auch notwendig sein: Mittwoch (17.30 Uhr, Livestream auf dem YouTube-Kanal der BG) geht’s gegen Oldenburg. Am Samstag gastieren die Veilchen bei Bayern München im Audi-Dome. Moors: „Ich bin froh, dass wir jetzt gegen zwei starke Mannschaften spielen werden. Das wird nicht einfach für uns, aber es ist gut für das Team, zwei schwere Spiele zu haben.“ Sieht Rückkehrer Akeem Vargas ebenso: „Bei allem Respekt vor Paderborn, aber das ist ein Zweitligist. So ein Spiel darf man nicht überbewerten. Ich kassiere lieber mal viele Punkte, dann wissen wir, wo wir stehen.“ gsd/nh

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