Meister und Pokalsieger zu Gast: Kann BG die Bamberger ärgern?

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Schneidig: Göttingens Jesse Sanders (am Ball) zieht an Bayreuths David Gonzalvez vorbei, rechts freut’s Trainer Roijakkers. Beim 82:73-Sieg in Tübingen zeigte der amerikanische BG-Spielmacher am vergangenen Samstag eine Klasse-Partie.

Göttingen. Im Prinzip ist es schon das dritte „leichteste Spiel der Saison“. Wenn am Sonntag um 18 Uhr Brose Bamberg in der S-Arena bei der BG Göttingen zu Gast ist, erwartet niemand aus der Veilchen-Fangemeinde auch nur irgendeine Überraschung.

Der Meister und aktuelle Pokalsieger spielt einmal mehr eine hervorragende Saison, auch wenn er zuletzt etwas zu schwächeln schien und gegen Bayern München und zuhause gegen Ulm Niederlagen einstecken musste. So wird es für die Mannschaft von Trainer Johan Roijakkers nur darum gehen, dem haushohen Favoriten ein engagiertes Match zu bieten und sich so teuer wie möglich zu verkaufen.

Doch halt! Schaut man sich den Team-Vergleich zwischen beiden Mannschaften bei BG-Heimspielen an, sieht man erstaunt, dass immerhin vier Göttinger Siegen nur fünf der Franken gegenüberstehen. Die Bilanz in Bamberg ist hingegen eindeutig: Zwölf Spiele, zwölf Siege für Brose. Keine Chance für Lila-Weiß!

Egal! Nach dem feststehenden Klassenerhalt kann die BG jetzt die restlichen fünf Kontrahenten noch ein bisschen ärgern und den Spielverderber spielen. Interessant wird beim Bamberger Gastspiel, dass sich die Franken absolut keinen Ausrutscher leisten dürfen, denn von hinten drängt in der Tabelle der FC Bayern heran. Da Bamberg Ulm kaum noch von Platz eins verdrängen kann, ist für Brose-Coach Andrea Trinchieri und sein Star-Team Platz zwei überaus wichtig.

Bambergs jüngster kleiner Durchhänger resultiert daraus, dass das Team im Prinzip drei Wettbewerbe gleichzeitig spielt: 32 Bundesliga-Spiele (plus Playoffs), Pokal und zudem 30 Spiele(!) in der Euroleague. Im vorletzten Heimspiel gegen Darussafaka Istanbul gab es zum x-ten Mal eine ganz unglückliche Heimpleite (97:99 n.V.). Brose-Sprecher Thorsten Vogt: „Wir hatten den letzten Wurf, das Spiel hätten wir gewinnen müssen.“  

Am Freitag machte die BG einen neuen Deal bekannt. Sie kooperiert mit der Deutschen Bahn als Mobilitätspartner, reist mit ihr künftig verstärkt zu Auswärtsspielen. Der Clou: Jeder gegnerische Spieler mit dem fünften persönlichen Foul im Spiel und dem damit verbundenen direkten Ausscheiden erhält von der DB eine Freifahrt und kann so schon direkt nach Hause fahren. Eine lustige, kreative Idee mit Augenzwinkern! 

Altes BG-Parkett: Rückruf-Aktion an Fans

Gemeinsamer Hilferuf der BG-Männer und Veilchen Ladies: Sie appellieren an alle die Fans, die vor vier Wochen das alte Parkett in Stücken gekauft haben, es jetzt zurückzugeben und nicht etwa zum Feuer machen zu verwenden. Wenn die BG-Frauen in die Bundesliga aufsteigen sollten, ist Parkettboden auch bei ihnen Pflicht. Wo die Fans das alte Parkett wieder abgeben können, wird noch bekanntgegeben.

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