Mini-Fortschritte trotz Pleite bei der

Zeigte mit 14 Punkten und guten Aktionen in Würzburg weitere Aufwärtstendenz: Göttingens Terrell Everett. Foto: Jelinek/gsd

Würzburg. Was kann man an Positivem nach einer 14-Punkte-Niederlage bei einem Aufsteiger und Bundesliga-Rückkehrer mitnehmen?

Nach Ansicht von Spielern und Trainer der BG Göttingen zumindest Einiges. Die Veilchen kassierten beim 67:81 (41:45) bei den s.Oliver Baskets Würzburg zwar ihre fünfte Niederlage im sechsten Auswärtsspiel – dennoch präsentierten sich die Akteure weitaus selbstbewusster als bei der eher deprimierenden Pleite in Ulm.

„Schon ein Fortschritt“, meinte Mathis Mönninghoff. „Ein Fortschritt für ein Auswärtsspiel“, sagte Malte Schwarz. „Zumindest kein Rückschritt“, hielt Dominik Spohr fest. Und auch Trainer Johan Roijakkers redete seine Mannschaft stark: „Ich bin zufrieden mit meinen Jungs, vor allem damit, wie wir gespielt haben. Offensiv haben wir in unseren Systemen teilweise schönen Basketball gespielt, in der Defensive insgesamt gut. Aber unser Start war nicht gut und im dritten Viertel haben wir einige wilde Dreier bekommen und hatten zu viele Turnovers.“

Würzburg mit 9:0-Lauf

Damit sprach Roijakkers auch schon die beiden wohl entscheidenden Schwachstellen an. Nach Harper Kamps Führungs-Freiwürfen legte Würzburg gleich einen 9:0-Lauf hin, dem die Veilchen wiederum hinterherhechelten. Vergeblich, denn in den ersten zehn Minuten trumpfte Baskets-Center Brendan Lane mit 13 Zählern auf – danach traf er überhaupt nicht mehr.

Im zweiten Viertel setzte sich Göttingens letzter Neuzugang Terrell Everett so gut wie gegen Bonn in Szene: Acht Punkte, er scheint den „Göttingen-Basketball“ (Roijakkers) langsam zu verinnerlichen, auch wenn noch einige Ego-Trips dabei sind. Auf alle Fälle präsentierte sich Everett weitaus besser als Marque Perry, der in Würzburg so schwach agierte wie Everett in Ulm.

Letztlich war es Perry, der die Niederlage mit einleitete: Mitte des dritten Viertels zog der BG-Spielmacher seinen (erfolgreichen!) Dreier zu spät ab – Schuss-Uhr abgelaufen, meinte Schiri Lottermoser. Gegenzug Würzburg mit Buzzer-beater-Dreier von Pointguard Dru Joyce zum 52:46. Tat schon weh! Noch bitterer: Beim nächsten BG-Angriff verlor Perry den Ball an der Mittellinie, Lamonte Ulmer zum 54:46 – dabei hatte sich die BG zuvor durch David Godbolds Dreier auf 46:47 herangekämpft. Roijakkers stauchte Perry zusammen, setzte ihn danach nicht mehr ein. Perry (Einsatzzeit nur 7:42 min.) hatte wenige gute Aktionen, strahlte keine Korbgefahr aus. Zu wenig für einen vermeintlichen Anführer.

Nur sieben BG-Punkte in Viertel drei, dagegen 20 Würzburger zum 65:48 – eine zu hohe Hypothek für den Schlussabschnitt, auch wenn die BG Kämpfer-Qualitäten zeigte und durch vier Dreier (Spohr/2, Mönninghoff und der in der Offensive wieder gute Shane Edwards) auf 67:74 verkürzte. „Göttingen gab nie auf, arbeitete hart weiter“, lobte Würzburgs Coach Doug Spradley. Doch zwei ordentliche Viertel reichten eben nicht. „Wir sind nicht beständig genug“, kritisierte Harper Kamp. „Jetzt wird Crailsheim wichtig“, sagte Mathis Mönninghoff. Schon das erste „Schicksalsspiel“ am nächsten Sonntag. (gsd)

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