Basketball: Sportdirektor Schiecke vorm zweiten EuroChallenge-Heimspiel gegen Tiflis

„Mir fehlt Feuer im Team“

Ein Neuzugang, der bisher dreimal überzeugte: Sean Evans (l.) setzt sich gegen Oldenburgs Milan Majstorovic durch und erzielt zwei seiner 17 Punkte gegen die EWE Baskets. Rechts Sykes. Foto: Jelinek

Göttingen. Die Veilchen in der Abwärts-Spirale. Erklärungen sind nach acht Bundesliga-Niederlagen und drei EuroChallenge-Pleiten gefragt, Antworten bleiben schwierig. Macht die BG Göttingen heute (19.30 Uhr) im zweiten Heimspiel des europäischen Wettbewerbs gegen Armia Tiflis aus Georgien das Dutzend im negativen Sinn voll - gibt es die zwölfte Schlappe in Folge?

Sportdirektor Jan Schiecke Schiecke dachte nach dem 70:95 gegen Oldenburg über einige grundsätzliche Dinge nach. „Man kann amerikanischen Spielern manchmal nur schwer beibringen, was Basketball in einer Stadt wie Göttingen bedeutet. Mir fehlt das Feuer im Team, unbedingt gewinnen zu wollen. Das vermissen wir manchmal. Auch unsere Heimstärke ist nicht da.“

Tiflis lebt nur von Ausländern

Neben dem heutigen Spiel steht auf Schieckes Wochenfahrplan natürlich weiter die Suche nach einem Ersatz für den verletzten Louis Dale. „Ihn zu finden, ist die erste Prorität. Eine Personalie kommt also mindestens dazu“, so der Sportdirektor. Aber: „Jeder Zentimeter mehr kostet jetzt mehr Geld.“ Wobei Schiecke vor dem Saisonstart auch nicht davon ausging, dass es bei der Spielmacher-Rotation Probleme geben würde. Mit Dale und Grimaldi fallen aber zwei Guards derzeit aus. Nicht ganz so dezidiert äußerte er sich dazu, ob es nicht doch noch eine zweite Personalie gibt.

Klar ist für Schiecke: „Der Dale-Ersatz muss Europa-Erfahrung haben und soll nicht direkt von einem College kommen.“ Durch die Abwendung des NBA-Lockouts ist der Markt wieder mehr eingeengt.

Weil die NBA jetzt doch ab dem 25. Dezember spielen soll, steht Besiktas Istanbul übrigens auch Deron Williams nicht mehr zur Verfügung. Doppelt schade für die BG: Ohne den Superstar und dessen 50 Punkte hätte vergangene Woche eventuell sogar eine Siegchance am Bosporus bestanden. Und außerdem fehlt Williams nun als Zugpferd für das Rückspiel am 13. Dezember in der Lokhalle.

Zuvor geht´s heute gegen Tiflis, das das erste Spiel gegen die BG mit 82:76 gewonnen hatte und das der BGer Max Weber in schlechter Erinnerung hat: Beim Training zog er sich seinen Nasenbeinbruch zu. Die Georgier „leben“ absolut nur von ihren Ausländern - die „...vilis“ , „...idze“ und „...adze“ sind im Team von Trainer Kote Tugushi (erst 27) kaum mehr als Staffage. Letzter Neuzugang ist jetzt Spielmacher Clif Hawkins aus den USA. Er gesellt sich zu seinen Landsleuten Jerry Richardson, Will Thomas und Deron-Williams-Kumpel Sundiata Gaines sowie dem Schweden Joakim Kjellbom (2,13m) und dem Puerto Ricaner Guillermo Diaz. Armia ist in Georgien noch ungeschlagen, besiegte im Tiflis-Derby STU am vergangenen Wochenende 112:71. (haz/gsd)

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