Basketball-Bundesliga Männer

Mönninghoff: Ein Befreiungsschlag für die BG Göttingen

Hatte nicht nur den Ball im Griff: Göttingens Neuzugang Kamar Baldwin lässt die Muskeln spielen und ragte mit 27 Punkten heraus.
+
Hatte nicht nur den Ball im Griff: Göttingens Neuzugang Kamar Baldwin lässt die Muskeln spielen und ragte mit 27 Punkten heraus.

Durchatmen bei den Veilchen! Die ersten beiden Punkte sind nach dem 90:81 gegen Bonn eingefahren, erste Kritik am Team, wie es denn überhaupt gewinnen wolle, ist vorerst beiseite geräumt worden.

Göttingen – „Das war ein Befreiungsschlag“, meinte zum Beispiel Mathis Mönninghoff, gerade zum zweiten Mal Vater geworden.

„Der Sieg war natürlich sehr wichtig“, so Publikumsliebling Mönninghoff weiter, der in der Schlussphase mit Sprechchören gefeiert wurde. „Bei den Spielen gegen Bamberg und in Braunschweig – das waren nicht wir“, blickte er nochmals kurz zurück. Bonns in den ersten Spielen so gelobten neuen Spielmacher Parker Jackson-Cartwright habe man trotz dessen 16 Punkten weitestgehend aus dem Spiel nehmen können, ebenso wie Bonns Tempo, mit dem die Rheinländer zuvor geglänzt hatten. „Wir sind happy, dass das so geklappt hat. Den Erfolg genießen wir erstmal kurz.“

„Eine Schwalbe macht aber noch keinen Sommer“, beschwichtigte BG-Coach Roel Moors aber sofort wieder übersteigerte Freude. „Wir haben gezeigt, dass wir es besser können“ – er spielte der Belgier auf die Spiele zuvor an.

Auch Moors hat natürlich besonders Kamar Baldwin gefallen. „Er ist unser ,go to guy’, er hat uns viel Sauerstoff gegeben mit seinem Scoring.“ Klar, mit starken 27 Punkten hatte das Kraftpaket maßgeblich Anteil am Sieg der Veilchen. Fünf Punkte im ersten Viertel, sechs im zweiten, fünf im dritten und sogar elf im vierten ließen Baldwin (12 von 12 Freiwürfen getroffen!) zum Topscorer avancieren. Und der neue US-Boy hatte mit plus 24 den besten Effektivitätswert.

Moors („Wir hatten viele gute Momente und haben keine Panik bekommen“) lobte aber auch noch seine Center. 2,18 m-Riese Philipp Hartwich holte sieben Rebounds und vollendete ein tolles „alley-oop-Anspiel“ von Mönninghoff unter dem tosenden Applaus der Fans zum 73:66-Zwischenstand. Der schlaksige James Dickey fischte sogar acht Abpraller. Zudem heimste auch der bislang eher unscheinbare Jake Toolson (14 Zähler, drei Dreier) ein Kompliment vom Coach ein: „Jake zeigte diesmal, warum er hier ist.“

Moors’ Fazit: „Wir waren fast perfekt in unserem Game-Plan. Ich hoffe, jetzt haben alle verstanden, dass für uns nichts einfach geht.“

Die Steigerung der BGer ist aber auch dringend nötig gewesen. Schließlich heißen die nächsten vier Gegner auch Ludwigsburg, Berlin (auswärts), Oldenburg und Hamburg (auswärts). (haz/gsd-nh)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.