Neuzugang Max Weber ist trotz seiner erst 26 Jahre ein Reisender in Sachen Basketball

Münster - Peru - Göttingen

Er zeigt es an: Max Weber ist nicht nur mit dem Finger auf dem Globus schon in Peru gewesen. Foto: Gleitze/gsd

Göttingen. Seine Liebe zum Münsteraner „Tatort“ mit St. Pauli-Fan Axel Prahl und Jan-Josef Liefers liegt auf der Hand. Max Weber ist in Münster geboren. „Dort sind meine familiären Wurzeln. Münster ist einfach eine lebens- und liebenswerte Stadt“, sagt der Neuzugang der BG Göttingen. Dort sind auch seine Basketball-Wurzeln gelegt worden. Göttingen sei mit Münster vergleichbar, eine nicht so große Stadt, überschaubar, nette Menschen, eine junge Stadt, die von den Studenten lebe.

Als Weber (26) sieben Jahre alt war, nahm ihn Vater Andreas, von Beruf Gymnasiallehrer, mit in seine Schule zur Basketball-AG. „Da bin ich gleich bei den älteren Jahrgängen eingestiegen, was mir sehr gut gefallen hat“, erzählt der Neu-BGer. Er durchlief danach wie viele deutsche Bundesligaspieler die U 16, die U 18 und die U 20-Nationalmannschaften und auch die A 2.

Eine Station in seinem Leben wird ihm aber ewig in Erinnerung bleiben. Sein Vater arbeitete als Auslandslehrer sieben Jahre lang in Peru. Da war Max Weber 16 Jahre alt, ging für eineinhalb Jahre mit seinen Eltern nach Südamerika und spielte bei Universidad de Lima Basketball. „Es war schon beeindruckend, eine ganz andere Kultur, ein anderes Klima dort zu erleben“, erinnert er sich.

2003 wieder in Deutschland

2003 kehrte er nach Deutschland zurück. Seine Schule brach er nach der elften Klasse ab, feierte sein Bundesligadebüt beim GHP Bamberg, dem Vorgängerverein des amtierenden deutschen Basketball-Meisters Brose Baskets, und absolvierte eine Lehre zum Industriekaufmann.

Trainer der Bamberger war damals Dirk Bauermann, der nun den Erstliga-Aufsteiger FC Bayern München und gleichzeitig die deutsche Nationalmannschaft betreut. „Ich hatte allerdings eine Doppellizenz, spielte da meist beim TSV Breitengüßbach, hatte wenig Einsätze für Bamberg“, so Weber.

Folgerichtig wechselte er zu den Frankfurt Skyliners, wo er mehr Einsätze hatte. Die hatte er ein Jahr später auch bei den Gießen 46ers, die er damals Göttingen vorzog, denn: „Göttingen wäre eine Alternative gewesen, doch ich habe mich für Gießen entschieden.“

Das Ziel sind die Playoffs

Nach nur einem, gleichwohl recht erfolgreichen Jahr in Gießen wechselte Weber in die 2. Liga zu den Saar-Pfalz Braves Homburg. Nun aber unterschrieb er bei den Veilchen für zwei Jahre.

„Entdeckt“ wurde Weber von BG-Trainer Stefan Mienack bei einem sogenannten „Try-out“ in Berlin. „Ich will eine faire Chance haben, die, woran ich fest glaube, mir Mienack und Meeks geben werden. Wir fangen alle bei Null an“, sagt Weber.

An Mienack gefällt ihm dessen Enthusiasmus. „Stefan hat ein genaues Konzept und ist einer, der voll hinter seiner Sache steht und 24 Stunden am Tag Basketball lebt.“ Und welche Zielsetzungen hat er mit den Veilchen? „Die Liga ist zwar stärker geworden, dennoch hoffe ich, dass wir vielleicht die Playoffs erreichen können“, gibt sich Weber kämpferisch.

Von Walter Gleitze

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